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Indexfonds: Banken drohen neue Gefahren

Die Weltwirtschaft erholt sich nur langsam, doch viele Finanzinstitute verdienen schon wieder Milliarden. Experten warnen jedoch, dass in den Bilanzen noch immer Risiken stecken. Anleger können mit Short-ETFs auf fallende Kurse setzen.

Frankfurter Banken-Skyline: Welche Risiken stecken noch in den Büchern der Institute? Quelle: dpa
Frankfurter Banken-Skyline: Welche Risiken stecken noch in den Büchern der Institute? Quelle: dpa

Die Giganten der Wall Street verdienen wieder prächtig. Goldman Sachs und JP Morgan Chase haben im dritten Quartal weit höhere Gewinne eingefahren als erwartet. Auch bei europäischen Banken sprudeln die Erträge: Die Deutsche Bank und die Schweizer Großbank Credit Suisse melden Quartalsgewinne in Milliardenhöhe. Verantwortlich sind dafür vor allem das Investment-Banking und Handelsgewinne.

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Von Juli bis September fuhr Goldman dank florierender Geschäfte mit Währungen, Rohstoffen und Anleihen einen Gewinn von 3,2 Mrd. Dollar ein. Morgan Stanley profitierte von hohen Einnahmen im Anleihegeschäft. Nach drei Verlustquartalen in Folge schreibt das Institut wieder schwarze Zahlen und verdiente rund eine halbe Mrd. Dollar. Auch bei JP Morgan Chase trug das Investment- Banking maßgeblich zum Gewinn bei. Die Großbank verdiente im dritten Quartal 3,6 Mrd. Dollar. Allerdings warnte Vorstandschef Jamie Dimon, dass "die Kosten für mögliche Kreditausfälle auch in absehbarer Zukunft hoch bleiben" dürften. Die Bank habe allein für Verbraucherkredite noch einmal zwei Mrd. Dollar beiseitegelegt.

Kreditausfälle bereiten zunehmend auch Wells Fargo Probleme. Denn in der Krise können viele Schuldner ihre Raten nicht mehr zahlen. Dennoch hat die US-Großbank im dritten Quartal erneut einen Milliardengewinn eingefahren. Während bei einigen Instituten die Gewinne nur so sprudeln, lief es bei anderen deutlich schlechter. Die Citigroup verbuchte einen Verlust von 3,2 Mrd. Dollar.

Auch die krisengeplagte Bank of America stürzte noch tiefer ins Minus. 2,2 Mrd. Dollar verbrannte die Bank binnen drei Monaten. Auch wenn die Milliardenverluste derzeit eher die Ausnahme sind, ist die Krise keineswegs ausgestanden. Nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers vor gut einem Jahr hatte die Finanzwelt am Rande des Kollaps gestanden. Fast 1,3 Bill. Dollar musste die Branche seither abschreiben. Gigantische Summen gaben die Regierungen rund umden Globus aus,umin Schieflage geratene Institute zu retten. Und doch sind viele Banken noch immer angeschlagen.

Vor allem Kreditausfälle belasten. Die Citigroup verbuchte zuletzt Kreditverluste in Höhe von acht Mrd. Dol- lar. Auch bei der Bank of America drückten milliardenschwere Belastungen durch faule Kredite auf das Ergebnis. Neue Gefahren drohen ausgerechnet am US-Immobilienmarkt, von dem die Krise ausging. Nach den privaten Hausbesitzern sind es nun die Gewerbetreibenden, die den Experten die Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Denn hier geht die Krise erst los - Mieteinnahmen von Bürogebäuden, Hotels und Einkaufszentren brechen regelmäßig erst in der Spätphase einer Wirtschaftskrise ein. Laut "Wall Street Journal" sitzen die Finanzinstitute auf einem 1,7 Bill. Dollar hohen Berg an Firmenimmobilien und Gewerbekrediten. Steigende Zahlungsausfälle in diesem Bereich haben erheblich dazu beigetragen, dass in der Krise inzwischen fast 100 US-Banken zusammengebrochen sind.

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