
FrankfurtAnleger in börsennotierten Indexfonds (ETFs) haben im April massiv Geld in Anleihe-Produkte gesteckt und aus Rohstoffen abgezogen. Insgesamt flossen weltweit acht Milliarden Dollar in ETFs auf Bonds – damit mehr als in jede andere Anlageklasse, wie eine Statistik des Analysehauses ETFGI zeigt. Vor allem Staatsanleihen-ETFs waren mit Nettozuflüssen von 2,8 Milliarden Dollar begehrt, gefolgt von Hochzins-Bonds mit schlechterer Bonität sowie Unternehmensanleihen. In Aktien-Produkte investierten Anleger 7,5 Milliarden Dollar. Insgesamt flossen im April rund zehn Milliarden Dollar in börsennotierte Produkte (ETPs), zu denen auch ETFs gehören, deren Volumen mit 2,13 Billionen Dollar einen neuen Rekordstand erreichten.
Nicht profitieren vom Anlegerinteresse konnten Rohstoff-ETFs, die Abflüsse von 9,4 Milliarden Dollar verzeichneten – fast ausschließlich aus Edelmetall-Fonds. Der Goldpreis war Mitte April innerhalb von wenigen Tagen massiv abgestürzt und hatte mit 1321 Dollar pro Feinunze den niedrigsten Stand seit Anfang 2011 erreicht.





