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„In Krisenzeiten schlafe ich am besten“

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Im MDax schlägt das Herz der deutschen Wirtschaft

Die japanische Währung  hat binnen weniger Wochen fast 25 Prozent gegenüber dem US-Dollar verloren.
Die extrem starke Abwertung durch die Notenbank war überraschend. Das Land hat sich seit seiner Krise in den 90er-Jahren nicht erholt, die Aktien sind überwiegend billig. Bisher fehlte der Katalysator, damit die Wirtschaft und damit auch der Aktienmarkt ordentlich in Schwung kommen. Den haben wir nun.

Sind sie in japanischen Aktien investiert?
Ja, wir halten knapp drei Prozent japanische Aktien – den wir mit der erwähnten Wette gegen den Yen abgesichert hatten. Drei Prozent sind aber zu wenig, denn Japan wird das Thema des Jahres für Anleger. Japanische Aktien sollten mit Faktor zwei bis drei von der Abwertung des Yen profitieren, also 40 bis 60 Prozent steigen. Es sei denn, der Yen erholt sich.

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Wie viel sollten Anleger in japanische Aktien stecken?
Im MSCI World ist Japan mit fast zehn Prozent vertreten. Warum also nicht zehn bis 15 Prozent des Portfolios investieren, wenn dort dieses Jahr die größten Chancen locken. Keine Nation ist von einem Erstarken der japanischen Wirtschaft übrigens so betroffen wie Deutschland. Schließlich sind beide Staaten starke Wettbewerber bei Investitionsgütern.

Welche Branche könnte es besonders treffen?
Die Automobilbranche. Wir haben in den vergangenen Monaten an der Frankfurter Börse eine wahre Autorally erlebt. Die Japaner sind gewichtige Autobauer. Trotz starker Währung haben sie beispielsweise in den USA Monat für Monat viel mehr Autos als die Deutschen verkauft. Mal sehen, wie sich das nun nach der Abwertung des Yen weiter entwickelt. Das wird spannend, auch an der Börse.

Anlagetipps: So vermeiden Sie Pleiten

  • 1. Streuen

    Streuen Sie Geldanlagen breit, packen Sie nie mehr als ein Drittel der Anlagesumme in ein Einzelinvestment.

  • 2. Vorsicht vor Krediten

    Verkauft der Anbieter einer Immobilie oder eines Finanzprodukts den Kredit gleich mit, sollte vorher ein Anwalt das Angebot prüfen.

  • 3. Weitere Meinungen

    Ziehen Sie eine weitere Meinung von einem Profi hinzu, den Sie beauftragen.

  • 4. Lesen Sie Verträge

    Lesen Sie Verträge. Nur das gilt, nicht das, was Vermittler im Gespräch erzählen.

  • 5. Risiko

    Präsentiert der Verkäufer Rechenbeispiele, in denen sich die Anlage von selbst finanziert, lassen Sie die Finger davon. Wer viel verdienen will, trägt viel Risiko.

  • 6. Vor Ort prüfen

    Bevor Sie sich an Immobilien beteiligen, prüfen Sie vor Ort, wie sie vermietet sind

  • 7. Baulicher Zustand

    Besichtigen Sie Immobilien und lassen Sie den baulichen Zustand begutachten.

  • 8. Spezialisierter Anwalt

    Fragen Sie im Zweifel einen spezialisierten Anwalt. Ein Steuerberater bestätigt, dass der Steuervorteil greift, ein Anwalt kennt die Fallstricke der Anlage.

  • 9. Vorausschau

    Schauen Sie zuerst auf das Risiko und dann auf die mögliche Rendite. Legen Sie fest, wann Sie Ihr Geld wieder benötigen.

  • 10. Kein Zeitdruck

    Lassen Sie sich eine Chance entgehen, statt unter Zeitdruck zu unterschreiben.

  • 11. Produkte, die Sie verstehen

    Kaufen Sie nur Produkte, die Sie verstehen. Das klingt banal, passiert aber viel zu selten.

  • 12. Beratungsprotokoll

    Lassen Sie sich immer das Beratungsprotokoll aushändigen. Prüfen Sie, ob der Inhalt stimmt.

  • 13. Schriftliche Bestätigung

    Sagt der Berater, ein Produkt sei sicher, verlangen Sie die schriftliche Bestätigung der Aussage. Gibt er sie nicht, lassen Sie die Finger vom Geschäft.

  • 14. Prospekte

    Lassen Sie sich den Prospekt aushändigen, und lesen Sie ihn vor Unterzeichnung des Vertrages gründlich. Suchen Sie im Prospekt nach Risikohinweisen.

  • 15. Keine Telefonangebote

    Legen Sie auf, wenn Sie unverlangt ein Angebot per Telefon bekommen.

Gibt es neben Japan noch weitere interessante Länder für Anleger?
Nach wie vor lohnt es sich sicher, sich in Südeuropa umzuschauen. Dort gibt es gute Konzerne, die in der Krise an der Börse zu Unrecht abgestraft wurden. Wir haben außer etlichen Nebenwerten beispielsweise den italienischen Kaffeemaschinen-Hersteller Delonghi und Berlusconis Mediaset in Beobachtung.  Auch Frankreich ist einen Blick wert.

Die Standardwerte haben sich in vielen Ländern sichtlich erholt. Lohnt der Einstieg noch?
Wie nach jeder Krise, ist das Geld erst in die großen Werte geflossen. Mit Blue Chips fühlen sich Investoren eben wohler. Erst danach wagen sie ein Blick in die zweite Reihe. Dass sich der lohnt, sehen wir in Deutschland. Der MDax hat sein Rekordhoch im Gegensatz zum Dax längst erreicht. Auch unser größter Wert Bechtle hat sich sehr gut entwickelt. Anleger sollten ihre Investments nicht nach Größe sondern nach Güte auswählen. Im MDax schlägt das Herz der deutschen Wirtschaft.

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  • 04.02.2013, 13:30 Uhrhafnersp

    Schon wieder der. Das ist doch derjenige, der in einem kürzlichen HB-Artikel die Aktie als König der Sachwerte erklärt hat.
    Der bzw. dessen Fondsgesellschaft muß Euch ja ganz schön sponsern, lieber HB!

  • 04.02.2013, 13:41 Uhrwonderland666

    Viele glauben doch glatt, die meisten Staaten wären sozialistisch beziehungsweise kommunistisch.
    -> So ganz unrecht haben die da auch nicht, siehe Frankreich, sozialistisch sind die schon.

  • 04.02.2013, 13:56 Uhrmondahu

    Man muß nicht in allen Punkten derselben Meinung sein, aber dennoch:

    Dieses Interview ist ein exzellentes Beispiel dafür, daß es sich immer lohnt, eine Frage, ein Problem von (mindestens) zwei Seiten zu beleuchten. Das ist das glatte Gegenteil zu der in D derzeit bevorzugten "Alternativlosigkeit".

    Einen Blick von außerhalb auf die eigene Hütte zu werfen war noch nie ein Nachteil.

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