Schon im vergangenen Jahr haben die Analysten von S&P Capital IQ Equity Research ihre „Power Picks“ gewählt. Das Ergebnis: Die ausgewählten Unternehmen haben den Stoxx 600 (siehe Chart) um 12,2 Prozent auf Basis der Gesamtrendite übertroffen. Bei ihrer Suche untersuchen die Analysten nach eigener Aussage „Schlüsselthemen, die die Performance europäischer Aktien in den kommenden zwölf Monaten beeinflussen werden“ und währen daraus solche, von denen „eine Outperformance im Vergleich zum breiteren Marktumfeld zu erwarten ist.“ Herauskam eine Liste, die Aktien aus den verschiedensten Sektoren beinhaltet.
Zu einem der aussichtsreichsten Titel gehört für die Analysten von S&P Research der Chipzulieferer ASML. Hierzulande ist das niederländische Unternehmen vielleicht nicht allzu bekannt, auf seinem Gebiet aber Weltmarktführer und beliefert gut vier Fünftel aller Halbleiterhersteller. In Zukunft, das prophezeien die Experten, wird die Nachfrage nach Smartphones und Tablets steigen, wovon auch der Zulieferer profitieren sollte. Die Aktie hat seit Beginn des Jahres einen Sprung nach oben gemacht, zuvor - im zweiten Halbjahr 2012 - jedoch lange seitwärts tendiert. Anleger dürften wohlwollend zur Kenntnis genommen haben, dass das Unternehmen weiterhin über Aktien-Rückkäufe und Dividenden Geld an die Investoren ausschütten will.
Die Aktie der französischen Großbank BNP Paribas hat sich in den vergangenen sechs Monaten prächtig entwickelt, stieg von 30 auf mittlerweile fast 50 Euro. Dies überrascht insofern nicht, als dass das Geldinstitut im dritten Quartal – die Zahlen für das vierte sollen in etwa zwei Wochen bekanntgegeben werden – seinen Gewinn auf 1,32 Milliarden Euro mehr als verdoppeln konnte und damit selbst Experten überraschte. Die Analysten von S&P glauben, dass die Bank das Potenzial hat, weitere Marktanteile zu gewinnen und eventuell sogar die Dividende zu erhöhen. Die Aktie hat noch Luft nach oben, jedenfalls ist es bis zum Allzeithoch noch ein Stück.
Die Aktie von Carlsberg ist offensichtlich ganz nach dem Geschmack der Analysten von S&P Research. Sie trauen ihr weitere Kursgewinne im laufenden Jahr zu. Vor allem sei der Bierbrauer in den Emerging Markets gut aufgestellt, wo ihren Schätzungen nach der Großteil der Gewinne erwirtschaftet werde. Ein Aufwärtstrend ist deutlich zu sehen, aktuell kratzt die Aktie an der 80-Euro-Marke.
Centrica ist ein Gas- und Stromversorger, der vor allem in Europa und Nordamerika aktiv ist, wobei das Downstream-Geschäft in Großbritannien der primäre Ertragsträger des Unternehmens ist. Wie die Analysten schreiben, erhöhte British Gas zuletzt seine Preise um sechs Prozent mit dem Ziel, zum Ende des Jahres 2013 die 300-Millionen-Grenze zu überschreiten. Damit solle eine Gewinnmarge von sechs bis sieben Prozent erreicht werden. Die Aktie hat in den vergangenen Wochen und Monaten eine Achterbahn hingelegt, eine Tendenz ist nicht abzulesen. Dennoch sind die Experten von S&P Research überzeugt, dass es in diesem Jahr aufwärts gehen wird. Mit knapp vier Euro ist das Papier immerhin relativ günstig zu haben.
Die Analysten haben ebenfalls ein Auge auf den Brillenglashersteller Essilor International geworfen. Nach Angaben des Unternehmens benötigen weltweit rund vier Milliarden Menschen eine Brille – aber nicht einmal die Hälfte besitzt eine. Das bedeutet große Wachstumschancen, vor allem außerhalb Europas und den USA. Die Experten lobten zudem die soliden Bilanzen, die weiteres nichtorganisches Wachstum erlaubten.
Die Schweizer Banken stehen momentan in keinem guten Ruf, Manipulationen und Tricksereien haben das Image beschädigt. Der Vermögensverwalter Julius Bär hat sich daraus weitgehend heraushalten können. Das Institut hat anderes zu tun, steht aktuell in Verhandlungen mit Merrill Lynch über den Kauf des internationalen Vermögensgeschäfts außerhalb der USA. Sollte dies gelingen, wird sich die Präsenz der Gruppe in schneller wachsenden Märkten deutlich erhöhen. Das heißt im Klartext: höhere Einnahmen. Dem Aktienkurs würde das sicherlich zugute kommen.
Einen (Lebens)Versicherer würden die Analysten ins Portfolio aufnehmen, nämlich Prudential. Die Stärke des US-Unternehmens sehen sie vor allem in dem „einzigartigen asiatischen Franchise-System“. Dort erwarten sie ein Wachstum im zweistelligen Bereich. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten arg geschwankt, aber insgesamt einen Schritt nach vorn bzw. oben gemacht. Ob es so weitergeht, wird sich zeigen.
Mit Rio Tinto haben die Experten ein echtes Schwergewicht in ihre Liste aufgenommen. Der Rohstoffriese gehört nach Marktkapitalisierung zu den 50 wertvollsten Unternehmen der Welt. Wird es in diesem Jahr noch wertvoller, also die Aktie steigen? Die Analysten glauben fest daran und setzen insbesondere auf die Nachfrage aus China.
Die Konkurrenz durch Generika setzt Sanofi, dem viertgrößten Pharmakonzern der Welt, weiter zu. Zwischen Juli und September – neuere Zahlen liegen bislang nicht vor – des vergangenen Jahres sank der Gewinn um fast ein Viertel. Da konnte selbst das Wachstum in den Schwellenländern nicht helfen. Die Aktie zeigte sich jedoch widerstandsfähig und hat in den vergangenen sechs Monaten sogar zugelegt, vielleicht mit ein Grund, warum die Experten die Aktie ausgewählt haben.
Schon im vergangenen Jahr haben die Analysten von S&P Capital IQ Equity Research ihre „Power Picks“ gewählt. Das Ergebnis: Die ausgewählten Unternehmen haben den Stoxx 600 (siehe Chart) um 12,2 Prozent auf Basis der Gesamtrendite übertroffen. Bei ihrer Suche untersuchen die Analysten nach eigener Aussage „Schlüsselthemen, die die Performance europäischer Aktien in den kommenden zwölf Monaten beeinflussen werden“ und währen daraus solche, von denen „eine Outperformance im Vergleich zum breiteren Marktumfeld zu erwarten ist.“ Herauskam eine Liste, die Aktien aus den verschiedensten Sektoren beinhaltet.
In der ersten Reihe gibt es auch Branchen, die zurückgeblieben sind – beispielsweise die Versorger.
Mit den Versorgern ist das so eine Sache. Sie sind quasi halbstaatlich, ihnen ging es viel zu lange viel zu gut. Sie haben teuer zugekauft, ihre Beteiligungen billig wieder verkauft. Ihr Schuldenstand ist hoch. Es fehlt der Wandel zu eigentümerorientiertem Management.
Viel Kritik. Sie haben also keine deutschen Versorger im Depot?
Nein, haben wir nicht. Natürlich kann man sich die Versorger auf dem derzeitigen Kursniveau anschauen. Mit dem Preis könnte ich sogar leben, aber es fehlt der Katalysator, eine Strategie, die für Phantasie an der Börse sorgen könnte.
Die Verlierer 2012 werden also auch 2013 die Verlierer an der Börse sein?
Nein, ich glaube nicht, dass es mit ihren Kursen viel weiter runtergeht. Aber eben auch nicht unbedingt rauf. Eon und RWE stehen vor einem Scherbenhaufen. Die Politik lässt sie fallen, ihr Geschäftsmodell ist mit der Energiewende zerbröselt, dazu immense Schulden. Wie gesagt, es fehlt die Strategie.
Sehen sie andere Einstiegschancen im Dax?
Eher nicht, denn viele Dax-Aktien sind teuer geworden. Deshalb ist eine langsamere Gangart zu erwarten. Im vergangenen Jahr hat der Dax fast 30 Prozent zugelegt. Solche Zuwächse sieht man selten zwei Jahre in Folge. Und dann ist 2013 auch noch ein Wahljahr. Was kann man da schon groß erwarten?
Also lieber Gewinne mitnehmen?
Warum nicht? In Europa gibt es derzeit sicher interessantere Anlagemöglichkeiten. Japanische Aktien dürften in den Depots deutscher Privatanleger auch untergewichtet sein. Auch Schwellenländer sind nach einigen schwachen Jahren wieder attraktiv.
Herr Bruns, danke für das Interview.

Physische replizierende ETF sowie aktive Fonds haben ebenfalls ein durch Collaterals gemildertes Kontrahentenrisiko durch die Leihe die sie praktizieren.
Den Swaps steht ebenfalls ein Collateral Basket gegenueber, desweiteren wird der Swap laufend nachgezogen und Collateral Management betrieben sodass das eh begrenzte Eventual Kontrahentenrisiko noch weiter reduziert wird.
Bei Moningstar oder in einer Johannig Studie kann man sich hierueber sicher genauer informieren als bei Twitter/Suite101, aber ich gebe Ihnen Credit dafuer dass sie mit ihrer Kritik wenigstens nicht mehr auf dem sonst ueblichen Panikmachestand von vor zwei Jahren- als diese Diskussion aufkam- sind.

Die Schattenseite der synthetischen Replikation ist, dass Swaps derivative Finanzinstrumente sind – und die genießen bei vielen Anlegern seit der Finanzkrise keinen guten Ruf mehr. Zudem gibt es bei Swaps das Risiko, dass der Kontrahent ausfällt, der Vertragspartner des Fonds also. Allerdings ist der Anteil von Swaps am Nettoinventarwert (NAV) eines Fonds durch die Richtlinien der Europäischen Fondsregulierung auf höchstens zehn Prozent begrenzt. Zudem verweisen die Fondsgesellschaften auf die hohe Bonität ihrer Swap-Partner: Lyxor ETF swappt mit seiner Muttergesellschaft, der französischen Großbank Société Générale, bei den db x-trackers ist der Vertragspartner die Deutsche Bank selbst. Und die kann schließlich nicht pleite gehen.
Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen: ETFs: volle oder synthetische Replikation?: Ein Vergleich voll replizierender und Swap-basierter Indexfonds | Suite101.de http://suite101.de/article/etfs-volle-oder-synthetische-replikation-a53764#ixzz2K7Eb7Wec
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Hmm- auch das scheint nicht ganz korrekt zu sein.
Laut der hauseigenen Broschuere (weiterer Grund zur Vorsicht) betrug der Mehrertrag 8.8% auf 5 Jahre, wovon das Gros auf das Jahr 2009 entfiel- wohl durch Kasse im freien Q1Fall. Danach sieht's mau aus- also auch wie so oft ein negativer/underperformender $weighted return.
Und das alles noch ohne Steuern, welche bei aktiven Fonds immer hoeher ausfallen als bei passiven und somit die Nettorendite schmaelern, und ohne den 5% Ausgabeaufschlag...
Synthetisch replizierende TR-ETF bilden mittlerweile die Indizes 1:1 ab und generieren ein weiteres % Outperformance gegenueber aktiven Fonds durch den Steuerstundungs bzw. bei BTH Steuerspareffekt der reinvestierten Dividenden- somit ist der 2.Teil ihrer Aussage komplett falsch.






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