Seit Jahresanfang sind repräsentative Hedge-Fonds-Indizes wie der HFRX-Gesamtindex um mehr als 23 Prozent gefallen. "Hedge-Fonds, die diese Krise überleben, werden ihren Anlegern künftig eine wirklich umfassende Transparenz bieten müssen", sagt Horst Bennin, geschäftsführender Direktor des deutschen Hedge-Fonds-Pioniers Auda Advisors. Der vor vielen Jahren von der Quandt-Familie gegründete Anbieter von Hedge-Fonds und Private-Equity-Fonds hatte sich vor geraumer Zeit gegen ein Madoff-Investment entschlossen. "Madoff hat uns nicht die notwendige Transparenz geboten", begründet Bennin diese Entscheidung .
Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Hedge-Fonds-Schließungen als Folge dieses mutmaßlichen Betrugsfalls in den nächsten Wochen weiter an Dynamik gewinnen wird. "Das Image von Hedge-Fonds hat stark gelitten", heißt es dazu. In den ersten drei Quartalen 2008 wurden nach Angaben von Hedge-Fund-Research (HFR) rund 700 Hedge-Fonds liquidiert - im vierten Quartal dürfte die Zahl der Schließungen Schätzungen zufolge über der Marke von 300 liegen. Die Zahl der aktiven Hedge-Fonds und Dach-Hedge-Fonds wird jedoch noch immer auf mehr als 10 000 geschätzt.
Fachleute hatten zuletzt geschätzt, dass in den kommenden Wochen und Monaten mehr als ein Drittel der in der Vergangenheit aktiven Hedge-Fonds vom Markt verschwinden dürfte. Die abnehmende Bedeutung dieser Investorengruppe ist auch daran zu erkennen, dass das verwaltete Volumen von über zwei Billionen Dollar im Jahr 2007 inzwischen auf nur noch rund 1,5 Billionen Dollar geschrumpft ist.




