Allianz Opti Invest Global, die Fakten
Der Allianz Opti Invest Global startete am 1. August 2008 mit einem Geldmarktanteil von 100 Prozent und wird am 1. März 2010 voll in den Aktienmarkt investiert sein. Die Umschichtung von Zinstiteln in Aktien erfolgt also in 20 Schritten á fünf Prozent des Fondsvolumens. Ähnlich wie der DWS Step Invest Top Dividende gleicht das Portfolio am Umschichtungsende einem Aktienfonds aus dem eigenen Hause, in diesem Fall ist das der Allianz-dit Aktien Global AS (WKN: 848199). Anders als der DWS-Fonds arbeitet Allianz-Fondsmanager Paul Schofield allerdings nicht mit Derivaten. "Der Fonds investiert ausschließlich in Geldmarktpapiere bester Bonität und schichtet nach und nach in Aktien um", sagt Marc Savani von Allianz Global Investors. Die Verwaltungskosten liegen aktuell bei einem Prozent, dazu kommt eine performanceabhängige Gebühr.
Fazit: Die beiden "Cost-Average"-Fonds versprechen Anlegern, die von der Finanzkrise verschüchtert wurden und unentschlossen sind, was sie nun tun sollen, einen soften Wiedereinstieg in den Aktienmarkt. Die beiden Lösungen von Allianz Global Investors und DWS bieten zudem vor dem Jahreswechsel 2008/2009 noch die Möglichkeit, von einer Übergangregelung der Abgeltungsteuer zu profitieren und nach mehr als zwölf Monaten Haltedauer mögliche Kursgewinne steuerfrei zu realisieren. Beide Argumente sind grundsätzlich richtig. Anleger sollten aber auch die Kosten und mögliche Risiken bedenken. So ist der Cost-Average-Effekt gegenüber einer Einmalinvestition in einen klassischen Aktienfonds nur von Vorteil, wenn die Kurse bis zum Zeitpunkt der endgültigen Umwandlung in einen Aktienfonds im Durchschnitt erst sinken und dann über das Anfangsniveau hinaus steigen würden.
Der Steuervorteil durch die Übergangslösung spricht zwar für eine Investition in 2008. Doch steuerliche Gesichtspunkte allein sollten niemals Grund für eine Investition sein, zumal die Kosten den Steuervorteil egalisieren können (siehe Beispielrechnung oben). Wer angesichts der aktuellen Finanzkrise Aktien noch nicht traut, aber langfristig Chancen am Aktienmarkt nutzen möchte, kann auch über eine Investition in Mischfonds nachdenken. Diese profitieren ebenso wie alle anderen Fonds von der steuerlichen Übergangsregelung und investieren ebenfalls in Zinspapiere und Aktien, können aber flexibler auf aktuelle Entwicklungen reagieren als die "Cost-Average"-Fonds.




