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Neue Fonds: Fertigpaket mit Steuervorteil

Lehrbücher empfehlen regelmäßiges und gleichmäßiges Investieren in Aktien als ein erprobtes Erfolgsrezept. DWS und Allianz Global Investors bieten Anlegern dieses Rezept als Fertigpaket mit Steuervorteil.

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DÜSSELDORF. Ein einziges Thema beherrscht seit Anfang des Jahres die Gedanken der Anleger: die weltweite Finanzkrise. Das war natürlich anders geplant, auch aus Sicht der Banken, Vermögensverwalter und Fonds-Emittenten. Schon seit Mitte 2007 rühren deren Marketingabteilungen die Trommeln rund um das Thema Abgeltungsteuer. Und die Anleger hätten guten Grund gehabt, sich rechtzeitig darüber zu informieren. Schließlich stellt die neue Steuergesetzgebung die bisherigen Prinzipien der Wertpapierbesteuerung auf den Kopf. Die Übergangslösungen, mit denen private Investoren ihr Geld noch so anlegen können, dass sie Kursgewinne steuerfrei vereinnahmen können, gelten nur noch für Investitionen, die bis einschließlich 31. Dezember 2008 getätigt werden. Doch wer denkt derzeit darüber nach, wie er Gewinne steuersparend vereinnahmen kann, wenn es nur noch darum geht, die Verluste zu begrenzen? So ist das Thema Abgeltungsteuer in den vergangenen Monaten nahezu komplett untergegangen. Anleger stellen nur noch die Frage: Wo ist mein Geld sicher?

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Die beiden Fondsgesellschaften DWS und Allianz Global Investors bieten nun seit Mitte des Jahres Strategie-Fonds an, die jeweils die beiden Themen Abgeltungsteuer und Vorsicht gleichzeitig ansprechen. Das Produkt der DWS trägt den Namen DWS Step Invest Top Dividende (WKN: DWS0N8), der entsprechende Fonds von Allianz Global Investors nennt sich Allianz Opti Invest Global (WKN: 979732). Das Prinzip der beiden Fonds: Zunächst starten sie mit einem Geldmarktanteil von einhundert Prozent. Das Geld wurde zum Zeitpunkt der Fonds-Emission jeweils ausschließlich in Zinsprodukte angelegt. Monatlich wird seitdem ein festgelegter Anteil des Fondsvermögens in den Aktienmarkt umgeschichtet, sodass beide Fonds ab einem gewissen Zeitpunkt ihr Kapital komplett in Aktien investiert haben werden. Das habe, so werben beide Emittenten, zwei wichtige Vorteile:

Aussage eins, Thema Vorsicht: Anleger investieren zunächst überwiegend in Zinspapiere, was angesichts des unsicheren Aktienmarkts mit weniger Risiko verbunden ist, positionieren sich mit den Fonds jetzt aber schon für die Zeiten, wenn die Aktien-Kurse wieder steigen. Dabei nutzen sie den Durchschnittskosten-Effekt (Cost-Average). Da regelmäßig in Aktien investiert wird, funktioniert das Anlageverhalten wie bei einem Aktienfonds-Sparplan. Bei niedrigeren Kursen werden mehr Aktien preiswerter eingekauft, bei steigenden Kursen werden für die gleiche Summe weniger Aktien erworben. Studien zeigen, dass Anleger über längere Investitions-Zeiträume hinweg mit dem Cost-Average-Effekt in der Regel höhere Renditen erzielen als mit einer Einmalinvestition.

Aussage zwei, Thema Steuer: Anleger profitieren von der Übergangsregelung der Abgeltungsteuer. Wer noch bis 31. Dezember 2008 in einen Fonds investiert und diesen mindestens ein Jahr lang im Depot hält, kann daraus entstehende Kursgewinne steuerfrei einstreichen.

Die Argumente klingen auf den ersten Blick überzeugend: Risikoarm in der Baisse mit Zinspapieren einsteigen, vorsichtig in Aktien umschichten, von später steigenden Aktienkursen überdurchschnittlich profitieren, und das Ganze auch noch mit Steuerspareffekt. Das klingt nach Rundum-Sorglos-Strategien. Doch beim Blick unter die Motorhauben wird schnell klar: Die Argumentation stimmt nur in Teilen.

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