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Offene Immobilienfonds: Anleger zittern weiter um Erspartes

Immobilienfonds galten als extrem sicher. Doch heute zittern heute Hunderttausende Anleger um ihr Erspartes. Die entscheidende Frage: Soll ich meine Anteile schnell noch an der Börse verkaufen oder die Krise aussitzen?

Der Verband empfiehlt Investmentfonds weiterhin. Quelle: dpa
Der Verband empfiehlt Investmentfonds weiterhin. Quelle: dpa

FrankfurtBarbara Knoflach läuft die Zeit davon. Anfang Mai muss die Managerin des Publikumsfonds SEB Immoinvest Käufer für Immobilien finden. Vermutlich Hunderttausende Anleger bangen derzeit um ihr Geld, denn auch für zwei weitere Flaggschiffe - CS Euroreal und KanAm Grundinvest - ist der Mai der Monat der Entscheidung. Dann läuft die zweijährige Gnadenfrist ab, die den Fonds zum Einsammeln von Liquidität gewährt wurde.

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Die drei Schwergewichte unter den offenen Immobilienfonds (OIF) haben nach Zahlen des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) gemeinsam ein Volumen von 16,2 Milliarden Euro. Noch spricht man sich etwa beim SEB Immoinvest aber Mut zu. Man halte an dem Ziel fest, den Fonds bis dahin wieder zu eröffnen.

Längst rufen Anwaltskanzleien die betroffenen Sparer dazu auf, gegen Fondsgesellschaften und Depotbanken vorzugehen. Der Vorwurf: Viele der Fonds seien unerfahrenen Anlegern als risikolose Sparprodukte mit offensichtlich falschen Zusagen verkauft worden. Denn eigentlich wollten die Anleger Sicherheit, als sie ihr Geld in offene Immobilienfonds investierten. Und sie wollten - wie etwa beim Tagesgeld - jederzeit an ihr Vermögen rankommen.

Doch wie sich zeigte, sind die als „Betongold“ beworbenen Produkte keineswegs krisenfest. Denn wenn wie im Herbst 2008 zu viele Anleger gleichzeitig Anteile verkaufen, um schnell an Geld zu kommen, kann es bei den Fonds eng werden.

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Damals musste ein Dutzend OIF zum Schutz der Anleger die Rücknahme von Anteilscheinen aussetzen. Sonst wären die Barmittel aufgezehrt worden, und die Fonds hätten ihre Gebäude unter Wert notverkaufen müssen. Fünf Publikums-OIF haben inzwischen kapituliert. Auch Branchengrößen wie der AXA Immoselect und der Degi International mit Volumen von 2,5 bzw. 1,5 Milliarden Euro werden abgewickelt. Insgesamt sind OIF im Wert von gut 24 Milliarden Euro eingefroren oder in der Abwicklung - das trifft mehr als ein Viertel des OIF-Gesamtvermögens von 85,2 Milliarden Euro in Deutschland.

Viele Kleinanleger fragen sich nun: Sollen sie ihre Anteile an eingefrorenen Fonds schnell noch an der Börse verkaufen, oder besser die Krise aussitzen. SEB-Managerin Knoflach sagt: „Jeder, der sein Geld nicht unbedingt zwingend sofort braucht, sollte versuchen, durchzuhalten. Denn eine Schließung heißt noch lange nicht, dass man Verluste realisieren muss.“ Beim Verkauf an der Börse sind Verluste hingegen wahrscheinlich. Abschläge von 10 bis 20 Prozent sind üblich.

  • 23.02.2012, 13:45 UhrGSN

    ...abwickeln und mein Rat an die Anleger: zukünftig nicht mehr solch undurchsichtige Geldanlagen tätigen. Klar geht das i.d.R. zu Lasten der Rendite, aber besser weniger Ertrag als Verluste... ...man schaue auch nur auf die Zusatzkosten eienr Fondsanlage, sei es der Ausgabeaufschlag oder die Managementgebühr... ...diese Positionen sind für die Anlagegesellschaft immer sicher udn für die Anleger immer sicher weg. Finanzinstitute sollen sich wieder auf ihre ureigene Bestimmung besinnen. Und die muß nicht von einer 25%-igen Eigenkapitalrendite geprägt sein...

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