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Statistik zu Indexfonds: ETF-Branche feiert besten Januar aller Zeiten

Eine Statistik von Blackrock zeigt: Börsennotierte Indexfonds sind beliebt. Rund 34 Milliarden Dollar frisches Kapital investierten Anleger im Januar in ETFs und ähnliche Produkte - soviel wie nie zuvor zum Jahresbeginn.

Blackrock legt eine neue ETF-Statistik vor. Quelle: Reuters
Blackrock legt eine neue ETF-Statistik vor. Quelle: Reuters

FrankfurtDie Aktienrally hat der Branche für börsennotierte Indexfonds (ETFs) den besten Jahresauftakt aller Zeiten beschert. Weltweit investierten Anleger unter dem Strich rund 34,1 Milliarden Dollar frisches Kapital in ETFs und ähnliche Produkte (ETNs, ETCs), zeigte eine Statistik des US-Vermögensverwalters Blackrock am Donnerstag. So viel Geld ist der Branche im Januar noch nie zugeflossen. Den bislang besten Jahresbeginn hatte die Branche im Januar 2011 erlebt. Doch gegenüber dem Vorjahresmonat legte der Nettozufluss im Januar 2012 noch einmal um 144 Prozent zu.

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Auch im Vergleich zum Dezember 2011 investierten die Anleger deutlich mehr frisches Kapital in ETFs, der Nettozufluss lag um 116 Prozent höher. Das ist Blackrock zufolge das erste Mal seit 1994, dass das Geschäft im Januar besser war als im Dezember. Denn normalerweise stellen Investoren ihre Portfolios schon am Jahresende neu auf und investieren dabei zusätzliches Geld. Zudem schichten US-Anleger im Dezember traditionell aus einzelnen Aktien in ETFs um, weil ihnen das Steuervorteile bietet.

ETF

Blackrock begründet die ungewöhnliche Entwicklung des Geschäftes mit dem volkswirtschaftlichen Umfeld, das den Aktienmärkten Auftrieb gegeben hat. Zum Einen hätten die Bedenken in Bezug auf die europäische Schuldenkrise abgenommen. Zum Anderen habe die Aussicht auf anhaltend niedrige Zinsen in den USA den Aktienmarkt beflügelt. Der deutsche Aktienindex Dax stieg im Januar um 9,5 Prozent - das war der stärkste Januar-Zuwachs, seit der Index 1988 eingeführt wurde. Der Großteil der Zuflüsse kam ETFs auf den US-Aktienmarkt zugute.

Die USA sind weltweit der mit Abstand größte ETF-Markt, und die Anleger dort investieren grundsätzlich bevorzugt in den Heimatmarkt. Fonds auf Schwellenländer-Aktien waren nach einer monatelangen Flaute wieder gefragter. Im Gegensatz dazu zogen sich die Anleger aus Europa-Aktien-ETFs überwiegend zurück. Zudem zeigt die Statistik, dass Anleihen-ETFs bei den Investoren immer beliebter werden. Im Januar verbuchten sie so starke Zuflüsse wie noch nie in einem einzelnen Monat - insgesamt 27 Prozent des neu investierten Kapitals.

Besonders stark war die Nachfrage nach Unternehmensanleihen jeglicher Schuldnerqualität. Blackrock begründet dies damit, dass Unternehmensanleihen als Alternativen zu niedrig verzinsten Staatsanleihen attraktiver geworden seien.

Weltweit waren Ende Januar 3063 ETFs verfügbar, zeigt die Blackrock-Statistik. Diese verwalteten ein Vermögen von 1,46 Billionen Dollar. Weitere 190,4 Milliarden Dollar entfielen auf Exchange Traded Notes (ETNs) und Exchange Traded Commodities (ETCs), von denen 1211 Produkte auf dem Markt waren.

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