
LONDON. Die Regierungen in Berlin, Paris und Athen sehen die Fonds als Hauptverdächtige für die spekulativen Attacken auf den Euro im Zuge der griechischen Schuldenkrise. Dazu kommt der Streit um die Regulierung alternativer Investments in der Europäischen Union.
Diese Auseinandersetzungen werden aber nach Meinung von Experten nichts an der Erholung der Branche ändern. Die jährliche Umfrage der Deutschen Bank unter Großinvestoren wie Versicherungen und Pensionsfonds kommt zu dem Schluss, dass die Hedge-Fonds 2010 mit Mittelzuflüssen von 222 Mrd. Dollar rechnen können. Das wäre ein Plus von rund 15 Prozent und der höchste Zuwachs seit Beginn der Umfrage vor acht Jahren.
Optimisten überwiegen
Die Untersuchung zeigt, dass 73 Prozent der Befragten in diesem Jahr mit Neuinvestitionen in Hedge-Fonds von mehr als 100 Mrd. Dollar rechnen. Nur zwei Prozent erwarten Mittelabflüsse. Zuletzt sagte auch die Beratungsgesellschaft Accenture den Hedge-Fonds eine "glänzende Zukunft" voraus. Versicherer und Pensionsfonds hätten erkannt, dass sie nicht an den spekulativen Fonds vorbeikämen, wenn sie den Kunden attraktive Renditen für die Altersvorsorge bieten wollten.
Sollte die Prognose der Deutschen Bank zutreffen, dann würde sich das von Hedge-Fonds betreute Vermögen in diesem Jahr auf 1,7 Bill. Dollar erholen. Damit würde die Branche die Folgen der Finanzkrise endgültig hinter sich lassen. Während der Boomjahre 2006 und 2007 war die Branche rasant gewachsen, doch dann setzten die Verwerfungen an den Märkten dem Aufschwung ein abruptes Ende. 2008 fuhr der durchschnittliche Hedge-Fonds ein Minus von 18 Prozent ein. Das verwaltete Vermögen brach von 1,9 Bill. Dollar auf ein Tief von rund 1,1 Bill. Dollar ein.
Doch die Trendwende begann bereits im vergangenen Jahr. Die Branche profitierte von der Erholung an den Kapitalmärkten, und im Schnitt erzielten die Fonds sogar höhere Renditen als vor der Finanzkrise. Der Index der Beratungsgesellschaft Eurekahedge, der die Wertentwicklung von über 2000 Hedge-Fonds abbildet, legte 2009 um 19 Prozent zu. Das war die beste Wertentwicklung seit sechs Jahren. In der Folge erholte sich auch das verwaltete Vermögen wieder auf 1,5 Bill. Dollar. Doch aller Optimismus kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass auf die Fonds schwere politische Herausforderungen zukommen. 50 Prozent der von der Deutschen Bank befragten Investoren sehen das größte Risiko für die Branche in der Regulierungsoffensive, die europäische und amerikanische Aufseher gestartet haben.
Sparer und Pensionskassen sollten sich langfristige Engagements in 'Hedge Fonds' (die meistens keine sind) GENAU ueberlegen da sie damit die erwarteten Renditen ueber laengere Sicht (und das sollte der Anlagehorizont jedes Anlegers sein) drastisch zum Vorteil der Anbieter reduzieren. Dass soviele Manager binnen kuerzester Zeit billionaere (!!) geworden sind sollte doch zu denken geben. irgendwo muss das Geld doch hergekommen sein. Das gleiche gilt auch fuer all die 'berater' (Verkaeufer) die Hedge Fonds empfehlen. Die meisten privaten investoren und HNW's (High Networth investoren im Marketing Neudeutsch)verstehen die Fonds ohnehin nicht und auch die veroeffentlichen Performancezahlen sind schoengefaerbt. Wer trotzdem die boerse als Casino ansieht der soll ruhig ein paar 'Chips' kaufen und seinen Spass haben.





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