Alpha - keine Angst vor Griechen
Dem griechischen Buchstaben Alpha gilt besondere Beachtung. Denn das Alpha drückt aus, wie gut ein Fondsmanager im Vergleich zum Gesamtmarkt abgeschnitten hat. Ist das Alpha positiv, hat der Manager den jeweiligen Vergleichsindex - also zum Beispiel die durchschnittliche Entwicklung vergleichbarer Fonds - hinter sich gelassen. Je höher das Alpha, desto besser hat sich der Fonds im Vergleich zur Konkurrenz entwickelt. Ein positives Alpha bedeutet allerdings nicht, dass der jeweilige Fonds immer positive Rendite erwirtschaftet, sondern nur, dass er besser ist als der Durchschnitt.
Jensen´s Alpha - weg mit der Schwankung
Dem Wirtschaftsmathematiker Michael C. Jensen war die Berechnung des Alpha nicht aussagekräftig genug. Er bereinigte in seinen Berechnungen das Alpha um den Faktor der Volatilität des Fonds. Seine Überlegung: Schlägt ein Fondsmanager mit seinem Fonds den Vergleichsindex, ist seine Arbeit umso höher zu bewerten, je weniger Risiko er eingegangen ist - je niedriger also dessen Volatilität ist. Insofern ist Jensen´s Alpha eine Art Kreuzung aus Sharpe Ratio und Alpha: nämlich die Überrendite einer Vergleichsgruppe unter Berücksichtigung des eingegangenen Risikos.
Kennzahlen sind nur ein Blick in den Rückspiegel
Die Berücksichtigung dieser Chance-Risiko-Regeln ist beim Aufbau eines optimierten Portfolios natürlich nur einer von mehreren wichtigen Faktoren. Nachhaltig verbessern lässt sich die Performance eines Depots vor allem durch eine breite Streuung ihrer Investments über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen. Anleger sollten darüber hinaus bedenken, dass alle Kennzahlen - egal, welche Faktoren sie berücksichtigen - immer nur einen Blick in die Vergangenheit von Fonds bieten. Wechselt zum Beispiel das Fondsmanagement, kann das erheblichen Einfluss auf die künftige Wertentwicklung eines Fonds haben. Deshalb sind Vergleichsrankings zwar hilfreich, sie sollten aber nicht als einzige Entscheidungsgrundlage für ein Investment in einen Fonds dienen.
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