FRANKFURT. In den vergangenen zwölf Monaten verlor der MSCI-USA ein Drittel an Wert. Viel besser sieht es laut der Jahresabrechnung von Feri Eurorating bei den Aktienfonds auf die Region auch nicht aus. Einzig der US-Dynamics-Equities-Fund von Standard Chartered Investments erzielte 2008 eine positive Rendite von knapp vier Prozent (siehe Tabelle).
Aktienfonds Nordamerika für Nebenwerte-
Dies ist - wie bei einer Vielzahl der Aktienfonds - nicht der Anlageregion geschuldet, sondern einem möglichst frühzeitigen Ausstieg aus dem Aktienmarkt. Robert Reitzes, der Fondsmanager des US-Dynamic-Equities-Produkts, hatte bis Ende November des vergangenen Jahres rund 35 Prozent liquide Mittel in der Kasse. Den Rest der insgesamt 90 Mio. Euro Fondsvolumen investierte er in das US-amerikanische Gesundheitswesen und die hiesige Konsumgüterindustrie.
Weit weniger erfolgreich als der US-Dynamic-Aktienfonds schnitten zwei Nordea-Produkte ab. Sie verloren 2008 jeweils rund 63 Prozent an Wert. Die beiden Nordamerika-Fonds verfolgen eine konservative Value-Strategie, ein Wechselkurs-Effekt machte ihnen im vergangenen Jahr jedoch einen Strich durch die Rechnung. "Das Wechselkursniveau der Norwegischen und der Schwedischen Krone liegt in einem unerforschten Gebiet", sagt Thomas Stolper von Goldman Sachs. Der Währungsexperte glaubt aber an eine baldige Abwertung der skandinavischen Währungen: "Das Verhältnis vom Euro zur Norwegischen Krone liegt 42 Prozent über dem fairen Wert. Die Schwedische Krone ist zu 25 Prozent überbewertet."
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