Diskussion: Kommentare zu: „Ruhe bewaren, nicht in Panik verfallen“

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 09.09.2011, 13:39 UhrAnonymer Benutzer: Schlaumeier

    Bloß alles verkaufen. Wir stehen an einer "Zeitenwende". Die Kredit-Aktien-Hausse seit 1980 ist vorbei. Es brechen neue, schlechte Zeiten an. Aktien werden massiv verlieren. Die Fondmanagner brauchen nur noch die "Idioten" die "das Licht ausmachen". Die sollen doch selbst investiert bleiben, wenn sie so überzeugt sind.

  • 09.09.2011, 13:59 UhrAnonymer Benutzer: Hansi

    Meine Beraterin wollte mir 2008 weismachen, daß der EuroStoxx 50 die kommenden Dekaden im Jahresmittel um 8% wachsen werde (!).
    Wie das möglich sein soll, wenn die Wirtschaft selbst extrem optimistisch betrachtet kontinuierlich um 3% wächst, das konnte sie mir auch nicht erklären.
    Mal ehrlich - Fondssparen, überhaupt ein Aktienportfolio besitzen, das ist doch sowas von "90er Jahre"-Denke. Fehlt noch, daß einer losplärrt "Multimedia!".
    Aktien sind genau wie Immobilien, künstlich aufgebläht von zuviel Leverage im System. Die Abzocke erkennen und aussteigen (zumindest für die nächsten Jahre, bis die Industriestaaten ihre Haushalte wieder ins Lot gebracht haben).

    • 09.09.2011, 15:03 UhrEzekyle

      "Mal ehrlich - Fondssparen, überhaupt ein Aktienportfolio besitzen, das ist doch sowas von "90er Jahre"-Denke. Fehlt noch, daß einer losplärrt "Multimedia!"."

      Entschuldigung, aber Ihre Denke ist wohl eher aus siebzehnhundertfrankreich! Zwischen der Internetblase und einem ausgewogenen Beteiligungsportfolio liegen immernoch Welten! Und dass die Börsen keine Einbahnstraßen sind, ist auch bekannt.
      Wer jedenfalls einen Fondssparplan abschließt, tut dies meistens vor einem langfristigen Hintergrund. Ich persönlich bin jedenfalls froh, dass meine Sparpläne vom Kursverfall profitiert. Wichtig sind nur die Kurse am Verkaufstag. Von allem ein bisschen, ohne Vorlieben oder Abneigungen! Der Mix machts!

  • 09.09.2011, 14:39 UhrAnonymer Benutzer: Bibabutzemann

    Ich finde es schon erstaulich, dass immer noch die Mär verbreitet wird, Aktien seien langfristig die renditestärkste Anlageklasse. Der BVI ist die Interessenvertretung der Investmentbranche. Die Sichtweise, unterlegt mit tollen Studien über die letzten 30 Jahre, dürfte also nicht neutral aus Anlegersicht sein. Ich bitte um etwas mehr kritische Recherche!

    • 09.09.2011, 15:31 UhrEzekyle

      Zum Teil muss ich Ihnen Recht geben. Die Zeiten à la "Aktientitel kaufen und 10 Jahre liegen lassen = Gewinn" sind bei den Volas nicht mehr möglich wie damals. Die Zeiten haben sich halt geändert! Und wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit! Klar gibt es Alternativen. Problem ist nur, dass die meisten Privatanleger eine total verschobene Vorstellung bzgl. Geldanlage haben. Gewünscht wird eine täglich fällige, steuerfreie und risikolose Anlage mit min. 10% p.a., und das alles noch völlig kostenlos! Und diese Erwartungshaltung kann bei besagten Privatanlegern nur zu Enttäuschungen führen. Und wer keine Risiken eingehen möchte, darf auch keine Renditen erwarten, die nicht durch die Inflation aufgefressen werden.

  • 09.09.2011, 15:43 Uhrpeterpain

    Wie Kostolany sagte<. Kaufen und schlafen gehen, ist nicht mehr.In allen westlichen Nationen altert die Gesellschaft und wird eventuelle Ersparnisse zum Teil aufzehren und weniger vererben. In den USA kommen jetzt die Baby-Boomer ins Rentenalter und träumen von Weltreisen und Florida.Das bei einer Arbeitslosigkeit von mehr als 20% ! und sinkenden Kursen und hoher Inflation.

    Die Jüngeren haben in der Masse gar nicht das Einkommen, um in Aktien zu investieren, sie schaffen nur in einer kleinen Minderheit eine Zusatzrente a la Riester.

    Wir laufen in eine starke Inflation hinein, die, da die Einkommen kaum wachsen werden, kaum Geld übrig lässt zum Sparen.

  • 09.09.2011, 15:57 UhrAnonymer Benutzer: DerInvestor

    "Aktien sind langfristig die renditestärkste Anlageklasse".
    Für die letzen 10 Jahre ist das glatt gelogen, und ich glaube ich bin nicht der einzige der es extrem satt hat, das zu hören und zu lesen. Die Zahlen sprechen für sich:

    +280% Gold (EUR)
    +160% Renten Emerging Markets
    +120% Fund Patrimoine A (max 50% Aktien)
    +60% REX P
    +30% DAX

    http://www.fondsweb.de/chartvergleich/IE0032828273-R120-BENCH846911-FR0010135103-LU0107944042

    • 09.09.2011, 20:13 UhrAnonymer Benutzer: Leidensgenosse

      Ja, ich kann es auch nicht mehr hören. Die Börsenparty ist seit 2000 vorbei. Ich denke nicht, dass sich da in den nächsten Jahren was ändert. Tiefgreifende Schuldenkrise, niedrige Wachstumsraten in USA und Europa, mittelfristige steigende Inflation und Zinsen, radikaler Umbau bei den Banken, Babyboomer gehen in Pension ... alles Gründe, dass Aktien in den nächsten 10 - 20 Jahren tendenziell eher sinken werden. Beispiel gefällig ? Siehe Japan.

      DAX kurzfristig sehr bald mit 4 an erster Stelle. Und auch ne 3 noch dieses Jahre würde mich nicht wundern.

  • 09.09.2011, 19:20 UhrAnonymer Benutzer: Machiavelli

    Wichtig wäre dass der Geldtransfer über die Leistungsbilanzüberschüsse nach Deutschland (Ø14 Milliarden im Monat) aufhört. (irgendwie muss es zurück, Naturgesetz)
    Die jetzige Verträge schützen die Industrie der wirtschaftlich schwache Euroländer nicht genug.
    Diese Verträge könnten nur funktionieren wenn alle Euroländer gleich stark wären und gleiche natürliche Standortvorteile hätten. Das ist aber bei weitem nicht der Fall.
    Man kann sich das so vorstellen, eine Familie sitzt am Esstisch und jeder bedient sich so wie er kann und nach Kräften. Da würden einige sicher verhungern und andere sich fett-fressen.
    Die Verantwortliche müssten schnellst diese Missstände beseitigen und dafür sorgen dass sich die Wirtschaft in allen Euroländer konvergent einwickelt, evtl. über eine Fiskalunion?
    Eurobonds wären nur eine Zwischenlösung bis die Wirtschaftsregierung oder die Fiskalunion steht.

  • 09.09.2011, 20:37 UhrAnonymer Benutzer: Querdenker

    Was schlagen denn die Herrschaften als Alternative vor.Gold ist in den 80-Jahren nach langer Hausse von 850 bis auf ca.250 Dollar Anfang 2001 gefallen. Manche sahen den Goldpreis schon bei 100 Dollar.Heute sind Aktien mal wieder die Lachnummer.Schaun wir mal in 3-4 Jahren,wo dann der Goldpreis und die totgesagten Aktien stehen!!

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