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Investmentfonds: Schwellenländer – Rückkehr der goldenen Zeiten?

Jahrelang fuhren sie deutlich zweistellige Renditen ein – dann kam der Absturz. Glaubt man Fondsmanagern und Anlageexperten, dann stehen die Emerging Markets jetzt vor dem Comeback.

Die Christusstatue in Rio de Janeiro: Brasilien gehört zu den vier BRIC-Staaten. Quelle: dapd
Die Christusstatue in Rio de Janeiro: Brasilien gehört zu den vier BRIC-Staaten. Quelle: dapd

DüsseldorfDas vergangene Jahr war bitter für Anleger, die in Schwellenländern investiert sind. Das richtungweisende Börsenbarometer, der MSCI Emerging Markets verlor 21,2 Prozent. Zum Vergleich: Mit dem Dax ging es 15,6 Prozent abwärts, mit dem MSCI World um zehn Prozent. In den vergangenen zehn Jahren haben die Börsen der Emerging Markets allerdings deutlich stärker zugelegt als jene in den Industriestaaten.

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Deutsche Anleger haben davon jedoch kaum profitiert. Obwohl den aufstrebenden Schwellenländern ein hohes Wachstumspotenzial zugesprochen wird, investiert die überwiegende Mehrheit nicht in ausländische Einzeltitel oder Fonds. 58 Prozent der Befragten einer Studie für Goldman Sachs Asset Mangement (GSAM) sind überzeugt, dass die BRIC-Länder Brasilien, Russland, Indien und China in den kommenden Jahren das größte Wachstumspotenzial besitzen. Doch nur 17 Prozent von ihnen investieren derzeit außerhalb Deutschlands. Der Grund: Deutsche Anleger sind traditionell risikoscheu und in der Schuldenkrise immer vorsichtiger geworden. Doch damit entgehen ihnen die Chancen an den Schwellenländer-Börsen.

Fonds

Für Engagements in den Emerging Markets spricht eine Menge, weshalb Experten an ein Comeback der einstigen Börsenstars glauben. Argument Nummer eins: das hohe Wachstum. „Die Schwellenländer wachsen nach wie vor dreimal so schnell wie Industrieländer, was sich früher oder später in den Erträgen und Aktienkursen der dortigen Unternehmen niederschlagen sollte“, sagt Mark Mobius, Fondsmanager und Leiter des Emerging-Markets-Team von Franklin Templeton Investments. „Natürlich wird es über- und unterdurchschnittliche Marktbewegungen geben, doch dass die Schwellenmärkte längerfristig besser abschneiden als die Industriestaaten, ist offensichtlich.“ Immerhin hätten sie in acht der vergangenen zehn Jahre vor den Industrieländern gelegen. Und es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass sich dieser Trend nicht fortsetzen könne.

Auch JP Morgan ist optimistisch und prognostiziert für 2012 eine Wachstumsrate der Schwellenländer von 4,6 Prozent nach 5,6 Prozent im Vorjahr, eine leichte Rezession in Europa sowie ein Wachstum von 1,8 Prozent in den USA. Die Experten merken allerdings an: Die Volkswirtschaften der Schwellenmärkte werden nicht immun gegen die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den Industrieländern seien, doch auch in diesem Jahr sollten sie einen deutlichen Wachstumsvorsprung haben.

  • 06.02.2012, 13:53 Uhrwww.steuerembargo.co.de

    Da brauchts keinen Kommentar mehr!

  • 06.02.2012, 13:43 Uhrdenk.mal

    Ihr Text macht für mich nur Sinn, wenn ich annehme, dass Sie nicht zwischen Wachstumspotenzialen und Investitionsrisiken unterscheiden können. Ebenso nicht zwischen "Überflussländern" und den dort ansässigen Unternehmen bzw. deren realistischen Börsenbewertungen.

    Es besteht ja gar kein Zweifel daran, dass in den Industrienationen eine heftige Marktsättigung und, speziell in Europa, ein demographisches Phänomen dem Wachstum signifikante Grenzen setzt.

    Aber das Wachstum in Brasilien wird mit ausländischem Kapital finanziert, beispielsweise von US-Banken, die dringend nach Renditequellen suchen, was in Hochzinsmärkten natürlich erheblich einfacher ist. Und Sie sollten auch wissen, dass bestimmte Unternehmen global aktiv bzw. investiert sind und also, obwohl sie nicht brasilianisch sind, hiervon profitieren, und zwar mit einschätzbaren Risiken bezüglich kreativer Bilanzierung.

    Wie auch immer. Die fiskalpolitischen Maßnahmen der brasilianischen Regierung sind unzureichend, und selbstverständlich wird die Nummer ordentlich gegen die Wand fahren. Wer dann seine brasilianischen Wertpapiere nicht handverlesen hat, steht im Regen. Ganz zu schweigen davon, wie schnell Investoren versuchen werden, Kapital abzuziehen...

  • 06.02.2012, 12:39 Uhrv-v-p

    Was Sie beschreiben, ist ja eine klassische Blase, wie aus dem Lernbuch. Und das macht Sie so euphorisch?
    P.S. Ich war im Ausland.

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