
DüsseldorfDie Welt braucht dringend Rohstoffe wie Kupfer, Eisenerz sowie Energieträger wie Öl und Gas. Fondsmanager, Analysten und Anlage-Experten prophezeiten Aktien der Grundgüter-Branche daher eine glänzende Zukunft. Doch in den vergangenen Monaten haben sich viele Hoffnungen zerschlagen. Viele Bergbau-Aktien hinken der Entwicklung des Gesamtmarktes hinterher. Die Idee eines „Superzyklus der Rohstoffe“ scheint sich als Mär zu entpuppen. Doch wie schlecht ist die Lage wirklich? Und bieten sich vielleicht sogar günstige Einstiegschancen für Anleger?
Tatsächlich verschreckte die erfolgsverwöhnte Bergbaubranche Anleger zuletzt mit Hiobsbotschaften. Gruben-Riesen wie BHP Billiton, Rio Tinto und Anglo American oder die brasilianische Vale erlitten im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Teil dramatische Gewinneinbrüche oder türmten sogar Verluste auf.
Anglo American
Das südafrikanisch-britische Unternehmen verdient sein Geld vor allem mit Industrie- und Edelmetallen, Diamanten - und Kohle. Der Konzern erreicht einen Börsenwert von 45,4 Milliarden Dollar. Zu dem Portfolio gehört etwa auch der Diamantenschürfer De Beers. Anglo American ist der größte Platinförderer der Welt.
Quelle: Bloomberg, Stand 10. Januar 2013.
Xstrata
Der Minenkonzern Xstrata ist der größte Zinkproduzent der Welt und hat sich mit dem berühmt-berüchtigten Rohstoffhändler Glencore zusammengeschlossen. Xstrata hatte an der Börse einen Wert von 55,1 Milliarden Dollar. Beide Unternehmen aus der Schweiz waren bereits eng verflochten. Glencore hielt rund 34 Prozent an Xstrata.
Vale
Der brasilianische Rohstoffkonzern Vale kommt auf einen Börsenwert von 107,9 Milliarden US-Dollar. Das einstige Staatsunternehmen verzeichnete ein rasantes Wachstum und stieg zum weltweit größten Förderer von Eisenerz auf. Zudem betreibt Vale die weltgrößte Eisenerzmine in Brasilien. In der Ferr Carajas-Mine werden 110 Millionen Tonnen Erz pro Jahr gefördert. Der Grundstoff für die Stahlerzeugung wird über rund 900 Kilometer per Eisenbahn in den nächsten Hafen gefahren.
Rio Tinto
Der britisch-australische Gigant rangiert auf Platz zwei der Eisenerzförderer. Das Traditions-Unternehmen mit zwei Hauptsitzen, in London und Melbourne, kommt auf eine Börsenwert von 111,6 Milliarden Dollar. Zudem betreibt Rio Tinto wichtige Kupferminen, wie etwa in West Australien. Die Anglo-Australier übernahmen sich 2007 fast am Kauf des kanadischen Aluminiumkonzerns Alcan und wurden selbst Ziel eines Übernahmeversuchs durch den Konkurrenten BHP Billiton.
BHP Billiton
Ein echtes Schwergewicht an der Börse mit einer Marktkapitalisierung von 199,7 Milliarden Dollar ist der britisch-australische Gigant BHP Billiton. Das Unternehmen betreibt Eisenerz- und Kupferminen, erweitert aber auch sein Geschäft etwa auf Schiefergasressourcen in den USA.
Jüngst meldete etwa der Minenkonzern Xstrata, dass der Reingewinn um 79 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar eingebrochen war. Der Schweizer Konzern will sich mit dem Rohstoffhändler Glencore zusammenschließen. Hier sank der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr um 75 Prozent auf eine Milliarde Dollar. Die Bergbauriesen ächzen unter steigenden Kosten, der weltweiten Konjunkturflaute und demzufolge schwachen Grundgüter-Preisen.
„Ein kräftiger Gegenwind schlägt den Minenkonzernen entgegen“, sagt Christian Gritzka von der Vermögensverwaltung Knapp Voith. „Die gesamte Branche rudert derzeit bei den Investitionen zurück. Viele Unternehmen, auch sehr große, stoppen Ausbaupläne oder stampfen sie ein.“
Schmuck: 2.484
Barren und Münzen: 304
ETFs: -
Industrie: 386
Zentralbanken: -620
Gesamt: 2.594 Tonnen
Schmuck: 2.616
Barren und Münzen: 355
ETFs: 133
Industrie: 419
Zentralbanken: -479
Gesamt: 3.044
Schmuck: 2.719
Barren und Münzen: 396
ETFs: 208
Industrie: 438
Zentralbanken: -663
Gesamt: 3.098
Schmuck: 2.300
Barren und Münzen: 414
ETFs: 260
Industrie: 468
Zentralbanken: -365
Gesamt: 3.077
Schmuck: 2.423
Barren und Münzen: 435
ETFs: 253
Industrie: 476
Zentralbanken: -484
Gesamt: 3.104
Schmuck: 2.304
Barren und Münzen: 869
ETFs: 321
Industrie: 461
Zentralbanken: -235
Gesamt: 3.720
Schmuck: 1.814
Barren und Münzen: 780
ETFs: 623
Industrie: 410
Zentralbanken: -34
Gesamt: 3.593
Schmuck: 2.017
Barren und Münzen: 1.205
ETFs: 382
Industrie: 466
Zentralbanken: 77
Gesamt: 4.147
Schmuck: 1.972
Barren und Münzen: 1.515
ETFs: 185
Industrie: 453
Zentralbanken: 457
Gesamt: 4.582
Schmuck: 1.908
Barren und Münzen: 1.256
ETFs: 279
Industrie: 428
Zentralbanken: 535
Gesamt: 4.405
So verschiebt etwa der Branchenprimus BHP Billiton den milliardenschweren Ausbau der Kupfer- und Uranabbaustätte Olympic Dam in Südaustralien. Die Konzerne setzen auch an der Spitze an: Sowohl BHP Billiton, Rio Tinto als auch Anglo American tauschten in den vergangenen Wochen die Vorstandschefs aus.
Vor allem die schwächere Wirtschaftsentwicklung in China dämpft die Nachfrage nach Basismetallen wie Kupfer und Eisenerz – und drückt die Preise. Zudem sind viele, ertragreiche Minen zunehmend erschöpft. Die Konzerne müssen neue Vorkommen erschließen, die jedoch nicht mehr so ertragreich sind. Damit steigen die Kosten für Exploration und Erschließung.

Herr Andres,
was Sie hier am Schluss schreiben ist eine Anlageempfehlung! Das ändert sich nicht dadurch, dass Sie im Nachsatz etwas anderes behaupten.
Im übrigen haben die geannten Werte (insbesondere die letzten beiden) eine so geringe Marktkapitalisierung, dass man es sich lediglich um einen reinen "Zockerwert" handeln kann, wo vielleicht das Kapital ausgeht, bevor jemals überhaupt Edelmetall gefördert bzw. gewinnbringend verkauft wird. Sie vergleichen hier Melonen mit Erbsen. Im übrigen frage ich mich, wie Sie bei Ihren genannten Titel eine eigene Analyse vornehmen wollen, die Sie ja empfehlen. Fliegen Sie vor Ort und schauen Sie sich die Minenunternehmen an wie Fondsmanager bzw. deren Teams? Machen Sie Bodenproben prüfen Sie die logistischen Möglichkeiten vor Ort oder lesen Sie eine Werbeemail zu dem Wert, der Ihnen das blaue vom Himmel verspricht?
Sind Sie gar der Verfasser solcher E-Mails?

Ein interessantes und wichtiges Thema angeschnitten, aber dann auf Werbung zu Fonds umgeschwenkt. Naja!
Es ist doch wohl klar, dass in volatilen und schwer vorhersehbaren Märkten und weltweit finanzwirtschaftlich schwierigen Zeiten, eine gewisse Marktbereinigung und -konsolidierung einsetzt. Noch zu entwickelnde Projekte, die auf Annahmen, Daten und Vorgaben beruhten, die jetzt nicht mehr Bestand haben oder deren Eintrittswahrscheinlichkeit einem erhöhten Risiko unterliegt, werden vorsichtiger Weise aufgeschoben oder gecancelt.
Eine Rio Tinto, die das erste Mal in der Unternehmensgeschichte überhaupt einen Verlust (im jahr 2012) hinnehmen musste, wird sich voll und ganz auf den Kernbereich konzentrieren (die australische Eisenerzregion Pilbara) und bei anderen Assets den Verkauf dieser planen, um die eigenen Schulden senken zu können und/oder Cash für den Ausbau des Kernbereiches zu bekommen.
Bei ArcelorMittal ist dies ähnlich. Letztens veröffentlicht, verkauft diese 15% der kanadischen Assets an asiatische Investoren, um ebenfalls Cash zur Schuldenreduzierung zu bekommen und zudem einen wichtigen Partner für den weiteren Ausbau des kanadischen Eisenerzgeschäfts zu gewinnen.
In Fonds investieren würde ich aber nicht, da die entwicklung der im fond enthaltenen werte gemittelt wird und man nie überproportional von der entwicklung eines oder einer handvoll guten werten profitieren kann. Es gibt soviele börsennotierte Einzelwerte, deren fundamentalen Daten gut bis überragend sind und eine erfolgreiche Entwicklung versprechen, wenn die unternehmerischen Hürden in der weiteren Entwicklung erfolgreich gemeistert werden können. eine eigene Analyse ist hier unerlässlich.
Aussichtsreiche Eisenerz-Werte sind z.B.:
- New Millennium Iron
- Champion Iron Mines
- NSL Consolidated
dies ist keine anlageempfehlung. jeder handelt eigenverantwortlich auf eigenes risiko.






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