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Vermögensverwalter im Interview: „Anleger sollten wieder einsteigen“

Die Kursstürze der vergangenen Tage bieten Anleger gute Einstiegschancen. Vermögensverwalter Andreas Grünewald verrät, welche Aktien profitieren, wann die Goldrally weitergeht und wie Anleger ihr Geld absichern.

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Andreas Grünewald ist Gründer und Geschäftsführer des Münchner Investment Club (MIC) sowie Vorstand des Vermögensverwalters FIVV. Seit 2005 ist er darüber hinaus Mitglied im Vorstand des Verbandes Unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland.
Andreas Grünewald ist Gründer und Geschäftsführer des Münchner Investment Club (MIC) sowie Vorstand des Vermögensverwalters FIVV. Seit 2005 ist er darüber hinaus Mitglied im Vorstand des Verbandes Unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland.

Herr Grünewald, Die Aktienbörsen mussten in den vergangenen Tagen deutliche Verluste hinnehmen. Wie ernst ist die Lage wirklich? 

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Die Lage an den Börsen war und ist in der Tat bedrohlich. Solch hohe Verluste sind völlig atypisch und machen vielen Leuten Angst. Selbst Profis waren überrascht von am Absturz, auch wir. 

Was ist das Hauptproblem aktuell an den Börsen? 

Panik. Der letzte Kurssturz entbehrt eigentlich jeder Grundlage. Der Markt wusste schon lange, dass die Ratings der Industriestaaten schlechter werden können. Die Sorge um die Konjunktur ist nicht nur nach unserer Meinung unbegründet, sorgte aber für Verkäufe. Und die automatischen Handelssysteme verstärken die Verkaufstrends.  

Fonds-Nachrichten

Was könnte Aktien-Anlegern im schlimmsten Falle noch drohen? 

Wenn die Panik nicht verschwindet kann natürlich ein weiterer Kurzsturz drohen. Das Szenario halten wir aber für eher unwahrscheinlich. 

Vor allem die USA wird mit ihrem Sparprogramm viel Geld aus den Märkten ziehen. Erwarten Sie hier kein Problem für die Konjunktur? 

Die Konjunktur in den USA wird sicher leiden, die Weltkonjunktur aber nicht. Hunderte Millionen junge, gut ausgebildete Menschen möchten in Asien, Lateinamerika und Afrika konsumieren und haben jetzt verstärkt die Gelegenheit dazu. Wir rechnen konservativ mit einem weltweiten Wachstum von drei bis vier Prozent – trotz aller aktuellen Krisenstimmung. Die hohe Verschuldung der Staaten wirkt sogar positiv: Die Zinsen in den Industrieländern dürften auf Jahre hinaus wie in den USA niedrig bleiben und die Wirtschaft antreiben. 

Ändern Sie bei ihren Fonds Ihre geografische Ausrichtung? 

Um als Anleger von den Verwerfungen zu profitieren muss man nicht unbedingt in China direkt investieren. Es reicht, wenn das Unternehmen auf den wichtigsten Wachstumsmärkten präsent ist.  

 

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23 Kommentare

  • 24.08.2011, 13:00 UhrAnonymer Benutzer: moflie@aol.com

    Verstehe nicht warum hier Beleidigungen veröffentlicht werden. Aus Erfahrung weis ich, dass sich die Masse an der Börse irrt. Es wird immer einen besseren Verkaufs-oder Kaufzeitpunkt geben. Nur wer immer nur abwartet, wird nie den richtigen Zeitpunkt treffen.
    Sicherlich kennt keiner die Zukunft... aber man kann Wahrscheinlichkeiten bewerten.
    Herr Grünewald hat nichts anderes gesagt, als dass entsprechend Lebensalter und Risikobereitschaft des Anlegers das Vermögen: 1). in verschiedene Risikoklassen
    2). verschiedene Anlageprodukte
    3). verschiedene Länder
    4). unterschiedliche Haltedauer
    5).unterschiedliche Einzahlungstermine

    also nur Streuung, Streuung,Streuung

    Nur so wird man auf Dauer Erfolg an der Börse haben.

    Was die "bösen Aktien" betrifft. Es gibt in jedem Markt gute Marktführer, die rentabel wirtschaften.Auch damit kann man Herrn Grünewald Recht geben.

  • 24.08.2011, 12:24 UhrAnonymer Benutzer: gerry

    Super Tip - wie oft habe ich das schon gehört. Der Kleinanleger spielt den Helden und steigt schrittweise wieder ein und in paar Monaten wieder aus .... Ich gebe dem Mann einen Rat: Steig selber ein ...

  • 21.08.2011, 16:55 UhrAnonymer Benutzer: Kalle

    Wer ins fallende Messer greift wird sich schneiden.
    Bin schon vor dem 2000er Crash raus, mit dem letzten Rest schon vor Monaten. Steige erst wieder ein wenn der Markt am Boden liegt, deshalb lieber im Edelmetall investiert bleiben, natürlich physisch!

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