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15.05.2008 

Dachfonds dürfen höchstens ein Fünftel des Vermögens in einen Fonds anlegen. Viele Dachfonds seien daher als Superfonds aufgelegt worden, sagt Christian Michel, Fondsanalyst bei Feri. Die meisten der rund 600 Dachfonds sind Mischfonds mit unterschiedlichem hohem Aktienanteil. Die Wertentwicklung bei Dachfonds ist den Experten zufolge meist schlechter als bei entsprechenden Einzelfonds, aber auch das Risiko ist geringer.

Kritisiert werden bei Dachfonds die Punkte Gebühren und Transparenz. Bei Dachfonds fallen auf mehreren Ebenen Gebühren an: beim Fondskauf, beim Dachfonds und im Einzelfonds. Es komme nun darauf an, in welcher Höhe die jährlichen Fondsmanagement-Gebühren für die Einzelfonds in das Dachfondsvermögen zurückflössen, sagt Bieler. "Danach sollte der Anleger fragen." Die Gesamtkosten eines Dachfonds, abzulesen an der Kennzahl "Ter" (Total Expense Ratio), sollten nicht mehr als zwei Prozent des Vermögens ausmachen, sagen Experten. Die meisten Fonds kosteten mehr.

Anleger müssten entscheiden, wie weit sie die Geldanlage delegieren wollten, sagt Michel. Wer sich wenig kümmern wolle, könne mit einem globalen Dachfonds mit Fonds verschiedener Anbieter nichts falsch machen. Werner Hedrich, Leiter der Fondsanalyse von Morningstar, kann sich hingegen nicht vorstellen, dass Dachfonds mit ihrer mehrfachen Gebührenbelastung Anlegern mehr Rendite einbringen als gut gemanagte Mischfonds.

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