Die Volkswirte sorgen sich indes, Chinas Investmentgesellschaft könne zu großen Einfluss auf die US-Währung haben. China und Japan besitzen gemeinsam amerikanische Staatsanleihen von mehr als einer Billion Dollar. Anleger fürchten zudem, China könne mit Mega-Aufkäufen die Aktienkurse weltweit massiv beeinflussen.
Finanzminister Jin bemühte sich deshalb schon frühzeitig, die Sorgen über Chinas Reservenverwaltung zu dämpfen. Man plane mit der neuen Geldanlage keine waghalsigen Investitionen, sagte er . „Sicherheit hat die höchste Priorität.“ Nur unter diesem Grundsatz wolle Peking die Rendite seiner Reserven erhöhen.
Nach Expertenschätzungen hat China derzeit zwei Drittel seiner Währungsreserven in US-Staatsanleihen angelegt. Schon ein Teilabzug könnte die amerikanische Wirtschaft hart treffen. Sollte China etwa in Euro umschichten, drohen ein Absturz des Dollars und ein rasanter Anstieg der Zinsen in den USA, schätzen Analysten.
Die meisten Experten glauben, dass Peking darum die aufgebauten Reserven nicht antastet und in den neuen Fonds nur die monatlichen Zuwächse fließen lässt. Erst vor einer Woche hatte der stellvertretende Zentralbankchef Wu Xiaoling erklärt, Peking plane nicht, sein Investment in US-Staatsanleihen zu reduzieren. Mit einem langsamen Aufbau des neuen Fonds könne gleichzeitig ein bedachter Umgang mit den Märkten demonstriert werden, sagen Marktbeobachter.
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