Das liegt unter anderem an regulatorischen Hürden hier zu Lande. Oppenheim-Chef Bierbaum ist sich allerdings sicher, dass diese künftig niedriger werden: "Die Finanzaufsicht BaFin hat die im Hinblick auf die steuerliche Transparenz von Hedge-Fonds angelegten Fesseln zuletzt bereits etwas gelockert."
"Hedge-Fonds nehmen Risiken aus dem Portfolio" sagt Bierbaum. Nichtzuletzt aus diesem Grunde hat sich Sal. Oppenheim mit 27 Prozent an der Londoner Hedge-Fonds-Gesellschaft Integrated Asset Management beteiligt. Mit den rund 300 Mill. Euro, die bei ihr in Hedge-Fonds investiert sind, will die Bank in den kommenden Jahren "steil nach oben", wie Bierbaum in London ankündigte.
Bierbaum begründet sein Plädoyer für Hedge-Fonds unter anderen mit Rendite-Aspekten. Er weist darauf hin, dass die Versorgungskassen der großen US-Universitäten Yale, Harvard und Stanford in den vergangenen zehn Jahren überdurchschnittliche jährliche Renditen erzielten. Und das nicht zuletzt wegen des hohen - zwischen 12 und 25 Prozent liegenden - Anteils an Finanzprodukten mit Absolute-Return-Ansatz wie Private Equity und Hedge-Fonds.
Auch Jochen Wermuth, Gründer des Hedge-Fonds Wermuth Asset Management, glaubt an den Siegeszug des von Hedge-Fonds realisierten Absolute-Return-Konzepts auf dem deutschen Markt. Bislang sei Deutschland in Sachen Alternativ-Investment allerdings ein Entwicklungsland, kritisiert er.
