Immerhin erkennt er zwei positive Entwicklungen für seinen Heimatmarkt USA: „Die Bewertungen sind nicht sehr hoch, und die Notenbank senkt sehr offensiv die Zinsen.“ Einen Blick in die Kristallkugel will er aber nicht wagen. „Wir können nicht prognostizieren wie lange noch wie weit es abwärts geht.“ Als Value-Investor sucht Stattman nach typischen Rettungsankern: „Bei Käufen heute setzen wir auf Unternehmen mit hohen Dividendenrenditen und nachhaltigen Gewinnentwicklungen.“
In den USA hat er immer noch vergleichsweise geringe Anteile der Fondsgelder, es sind jetzt 23 Prozent der 55-prozentigen Quote. erhöht sie aber. Diesen Anteil erhöht Stattman zurzeit. Im Branchenraster fallen Finanzwerte bei ihm allerdings durch. „Die sind wegen der Gefahr negativer Überraschungen immer noch sehr risikoreich.“ Vorsichtig ist er auch für die Sektoren Hausbau, Einzelhandel, Konsumgüter.
Von der Hausse der Rohstoffpreise der vergangenen Jahre hat Stattman ebenfalls profitiert. "Bei Energie und Grundstoffen haben wir zwar die Quoten jetzt etwas gesenkt, sind aber weiter übergewichtet." Zu den größten Positionen zählen ein börsengehandelter Goldfonds, Total,
Petrobras,
General Electric
und Microsoft,
auf der Anleiheseite inflationsgeschützte Titel.
Morningstar gibt dem Fonds gute Noten. Auch die Konzentration auf Währungen außerhalb des Dollar-Raumes bei der Cashposition, etwa im Euro, Yen oder in anderen asiatischen Währungen, findet Zuspruch. „Aber plötzliche Marktbelastungen in Asien oder eine Dollaraufwertung würden wohl auch den Fonds belasten“, schätzt Herbst von Morningstar.
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