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07.07.2008 
Zwölf-Monats-Übersicht

Europa-Fonds von Fidelity schafft ein Plus

von D. Hoepfner, Das Investment

Der Manager des Fidelity European Aggressive, Mario Frontini, hat in den letzten zwölf Monaten als einziger der größten zehn Europafonds mit deutscher Zulassung in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus geschafft. Mit einem Zuwachs von 4,24 Prozent ließ er auch alle anderen 471 Europa-Aktienfonds hinter sich. Und das im Umfeld stark fallender Aktienkurse.

Lupe

HAMBURG. Frontini erklärt den Erfolg vor allem mit starken Investitionen in Aktien der Roh- und Werkstoffbranche, die von steigenden Preisen angetrieben werden. "Der Ausblick für die Branche bleibt trotz Unsicherheiten über das weltweite Wirtschaftswachstum positiv", so der Fidelity-Manager.

Auch Zulieferer der Branche hätten zum Erfolg beigetragen, etwa der norwegische Bohranlagenbetreiber Seadrill. Über die Hälfte des Portfolios ist in Rohstoffwerte investiert, 21 Prozent stecken in Finanz- und elf Prozent in Energietiteln. Dabei stammt ein Fünftel der Papiere aus Großbritannien, 19 Prozent aus Deutschland und neun Prozent aus Israel. Letztere kommen von der Chemiefirma Israel Chemical, der größten Position im Portfolio.

Die größten europäischen Aktienfonds

Israel ist nicht im Vergleichsindex, und genau diese Unabhängigkeit bei Frontinis Investmententscheidungen gefällt Dirk Arning. Die Märkte blieben schwierig, da sei es wichtig, dass ein Fondsmanager die Freiheit und den Mut habe, unabhängig von den Vorgaben eines Vergleichsindex zu agieren, sagt der Geschäftsführer des Finanzhauses Drescher & Cie. Anders sehe es bei Andrew Arbuthnott aus.

Der Manager des Pioneer Top European Players entferne sich nie weit vom Vergleichsindex. Ein Drittel des Eurostoxx bestehe aus Finanztiteln, und auch im Pioneer-Fonds sei die Branche die größte Gewichtung. "Da Finanzdienstleister die Verlierer der vergangenen Monate waren, hinkt der Fonds nun hinterher", so Arning.

Mit einem Minus von über 27 Prozent bildet der Pioneer-Fonds das Schlusslicht der größten Europafonds. Auch Arbuthnott räumt ein, teilweise auf die falschen Titel gesetzt zu haben. "Doch wir haben unser Portfolio nun angepasst, indem wir vermehrt auf Firmen setzen, die von langfristigen Trends profitieren", so der Pioneer-Manager. Der Telekomsektor etwa wurde ausgebaut und ist aktuell mit drei Prozentpunkten übergewichtet.

Das Prinzip der Titelauswahl bleibt aber Arbuthnott zufolge unverändert: "Die Firmen müssen qualitativ gut und vor allem unterbewertet sein", so der Fondsmanager. Das Portfolio besteht derzeit aus 41 Titeln, wobei Finanzdienstleister mit 20 Prozent das Schwergewicht bilden, gefolgt von Gebrauchsgütern (14 Prozent) und Firmen der Basisindustrie (11 Prozent). Der Telekomsektor steht mit neun Prozent an fünfter Stelle.

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