Wenn Hedge-Fonds in den vergangenen Monaten stärker im Fokus der Öffentlichkeit standen, dann handelte es sich dabei meist um die so genannten "Aktivisten". Diese nutzen Hedge-Fonds-Strategien wie etwa Event Driven. Dabei setzen die Akteure auf Investments in Aktiengesellschaften, deren Kurse auf Grund besonderer Ereignisse (Events) wie Fusionen, Übernahmen oder Restrukturierungen starken Veränderungen unterliegen. Ein Beispiel dafür ist das jüngste Fusionsgerücht um ABN
Amro.
Das steigende globale Fusions- und Übernahmefieber habe den Subindex dieser Strategie nicht nur im vergangen Jahr, sondern auch in den ersten beiden Monaten dieses Jahres in eine Spitzenposition katapultiert, sagt Oliver Schupp von Credit Suisse in New York. So erzielte der CS Investable Hedge-Fund-Gesamtindex im Jahr 2006 insgesamt ein Plus von 9,51 Prozent. Der entsprechende Index für Event-Driven-Strategien leistete mit einem Plus von 16,2 Prozent neben dem Teilindex für Emerging-Markets (plus 26 Prozent) einen erheblichen Beitrag zu der exzellenten Performance.
Dieser positive Trend hielt in den ersten beiden Monaten 2007 an. Die Hedge-Fonds-Manager sahen sich durch aktuelle Übernahmeaktivitäten - unter anderem durch den Bieterwettstreit um das Chicago Board of Trade oder durch die Kaufofferte der Barclays Bank für den niederländischen Konkurrenten ABN
Amro - in ihrer Erwartung auf eine Fortsetzung des globalen M&A-Booms bestätigt. Vor diesem Hintergrund stieg der entsprechende CS-Teilindex in den ersten beiden Monaten des Jahres um 3,94 Prozent wesentlich stärker als der Gesamtindex, der nur 1,28 Prozent zulegte.
