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13.03.2008 

Auf der Spielwiese für Anleihenfonds unterstreicht Deutschlands größte Investmentgesellschaft ihre Managementqualitäten: die DWS. Erfahrung bringt Erfolg, dafür steht Heinz W. Fesser. Seit über zwei Jahrzehnten arbeitet er für die Fondstochter der Deutschen Bank und steuert bei ihr als zuständiger Geschäftsführer die Anleihe- und Geldmarktprodukte.

Auf die Erfolgsliste kann er gleich eine ganze Reihe von Klassikern setzen: etwa den Inrenta, den Eurorenta oder den Vermögensbildungsfonds R. Auf die Unruhen an den Bondmärkten reagiert der alte Hase recht gelassen. Das gilt sowohl für die abgestürzten Kurse bei Anleihen, die auf schlechten US-Hypothekendarlehen beruhen, als auch für die rasant gesunkenen Marktzinsen, die Käufe von erstklassigen Staatspapieren weniger attraktiv machen.

„Es gibt viele Möglichkeiten für Zusatzerträge“, glaubt Fesser. „Es geht beispielsweise um den gesamten Komplex der Verbriefung von Forderungen, um inflationsgebundene Anleihen oder um das zusätzliche Verkaufen von Optionskontrakten.“ Verbriefungen und damit die sogenannten Asset Backed Securities, bekannt unter dem Kürzel ABS, sind durch die US-Hypothekenkrise als Ganzes in Verruf geraten.

In einigen Segmenten wird praktisch nicht mehr gehandelt. Für Fesser „sind ABS nur wegen des vergleichsweise kleinen Marktes von schlechten US-Hypothekenpapieren in Misskredit geraten – völlig zu Unrecht“. Qualitativ gute Verbriefungen bieten seiner Meinung nach jetzt „lukrative Anlagemöglichkeiten, gerade europäische Papiere“. Fesser hält viele ABS-Titel schlicht für unterbewertet.

Der Mr. Bond der DWS blickt außerdem interessiert auf andere Anleihesegmente, in denen die Risikoaufschläge gegenüber Staatspapieren kräftig gestiegen sind. Europäische Hochzinsanleihen von Unternehmen locken seiner Beobachtung nach mit zweistelligen jährlichen Renditen: „In entsprechenden Indizes findet man viele Titel, die auf Sicht von mehreren Jahren ein vielversprechendes Geschäft sein sollten.“

Wer diese Indizes durchforstet, findet so bekannte Namen wie Fiat, Grohe, Hornbach, TUI und Südzucker. Hier findet Fesser Entlastung für Depots mit Schwerpunkt auf Staatsanleihen: „Durch Beimischungen von Verbriefungen, Unternehmensanleihen oder Schwellenländertiteln kann man das aufpeppen.“

Lesen Sie weiter auf Seite 5: Investment-Oscar für das beste kleine Anleihehaus

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