Während das in Hedge-Fonds-Zertifikaten investierte Vermögen im Laufe des Jahres 2007 von 24 auf 28 Mrd. Euro stieg, sank das verwaltete Vermögen der Dach-Hedge-Fonds um ein Viertel auf zuletzt nur noch 1,9 Mrd. Euro. Auch die Zahl der angebotenen Hedge-Fonds sank von 45 auf 39. Experten erhoffen sich vor allem von der Börsenkrise einen neuen Schub für die Produkte, die bislang nur selten den Renditeerwartungen gerecht wurden. "Kurzfristig orientierte Anleger hatten jahrelang in Zeiten sehr hoher Aktienmarktrenditen keine Notwendigkeit, sich mit Hedge-Fonds zu befassen. Das dürfte sich nun ändern", sagt Apano-Experte Sievers.
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Unter den Dach-Hedge-Fonds deutschen Rechts lieferten zuletzt Produkte wie der DB Platinum IV Dynamic Alternative Portfolio, der Frankfurt Trust Hedge-Selection A und der dit-Portfolio Optimizer Plus akzeptable Erträge zwischen sechs und 14 Prozent über die vergangenen zwölf Monate. Hedge-Fonds wie der DWS Funds Performance Strategy, der Sauren Global Hedgefonds und Lupus alpha Structure Invest zeigten zwar jüngst leichte Schwächen, konnten aber über drei Jahre Anleihen- und Geldmarktrenditen nach Gebühren klar schlagen. Damit sind sie jedoch eine Ausnahme im Reich der Dachfonds, in denen die Hälfte der Produkte über drei Jahre nach Gebühren nicht einmal eine Festgeldanlage schlug.
Branchenvertreter sind dennoch für die weitere Entwicklung optimistisch, da gerade die Krise Anlegern die Möglichkeit böte, sich von den Vorteilen der Anlageklasse Hedge-Fonds überzeugen zu lassen. "Der Hedge-Fonds-Markt in Deutschland wird sich positiv entwickeln, weil gerade die Krise gezeigt hat, dass Hedge-Fonds-Produkte im Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung nicht so ein starkes Risiko wie etwa Aktien aufweisen", sagt Frank Dornseifer, Leiter Recht und Policy beim Bundesverband Alternative Investments.
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