Bei sorgsamer Auswahl kann das Risiko, beziehungsweise die Volatilität eines Portfolios – bei gleichzeitigem positivem Einfluss auf den Gesamtertrag –, reduziert werden. Die Schwierigkeit liegt darin, den richtigen Fonds- oder Dachfonds-Manager zu finden. Die oben stehende Grafik verdeutlicht, wie sich die Renditekurve eines klassischen Portfolios verändern kann, wenn einem Portfolio – bestehend aus 50 Prozent Renten und 50 Prozent Aktien – 25 Prozent eines passiv gemanagten Hedge-Fonds-Index beigefügt werden, etwa ein HFRI Fund-of-Funds-Index. Die Ertragskurve wird glatter und nach oben verschoben.
Tauscht man den passiven gegen einen aktiv gemanagten Index aus, wird die Ertragskurve nochmals deutlich verbessert; im Beispiel ein Ferro-Absolute-Return-Index. Ferro Capital konzentriert sich auf 25 bis 30 Fonds-Manager die unter einem Dachfonds zusammengeführt werden. Die Volatilität des Beispielportfolios reduziert sich von 13,8 Prozent auf 10,1 Prozent, der Gesamtertrag steigt von 6,2 Prozent auf 7,8 Prozent jährlich. Sauber strukturiert sind Hedge-Fonds-Konzepte kontinuierliche Ertragsbringer.
Wermutstropfen ist und bleibt der zum Teil nur schwer zugängliche und intransparente Markt. Durch Gesetzesänderungen, die ab Februar 2006 in den USA greifen (dort sitzen weltweit die meisten Hedge-Fonds-Manager), werden viele erfahrene Manager die Zugangsbeschränkungen für Neuinvestoren weiter verschärfen. Diese Hürden kann der deutsche Anleger mit einem Investment über einen Fund-of-Hedge-Fonds (Dachfonds) beziehungsweise dem darauf basierenden Zertifikat umgehen. Hierzu sollte vorab eine auf die individuelle Portfoliostruktur des Investors abgestimmte, objektive Beratung durch einen unabhängigen Speziallisten stattgefunden haben.
Markus Hampel ist Geschäftsführer und Partner der Portfolio Consulting in Frankfurt.
