Weniger gut sind die Zeiten für Hedge-Fonds, die die Strategie „Dedicated Short Bias“ verfolgen – also durch Leerverkäufe und Derivate auf sinkende Kurse an den Finanzmärkten spekulieren. Nach einer positiven Wertentwicklung im Juli und August kam es bei diesen auf Pessimismus setzenden Hedge-Fonds zu einer Performance-Wende. „Dies war im September die einzige Verliererstrategie“, sagen die Fachleute des Edhec Risk and Asset Management Research Centre. Der entsprechende CS-Tremont-Subindex fiel allein im September um fast fünf Prozent.
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Seit der Subprime-Krise stehen vor allem jene Hedge-Fonds in der Öffentlichkeit, die finanzielle Desaster erlitten oder die Krise nicht überlebt haben. Doch die Krise hat auch zahlreiche Gewinner nach oben gespült, deren Leistung durch die mäßige Index-Performance verschleiert wird. Gewinne verbuchten vor allem jene, die wie der von M&G Investments gemanagte SPI Fund am Markt für Kreditderivate auf sinkende Preise setzten. Der SPI Fund erzielte in wenigen Monaten ein Plus von 25 Prozent. Auch der am Kreditmarkt aktive börsengelistete Hedge-Fonds-Manager Blue Bay Asset Management hat sich mit einer konservativen Kreditderivate-Strategie sehr gut aus der Affäre gezogen. Die Fonds der Gesellschaft weisen in diesem Jahr eine durchschnittliche Wertsteigerung um mehr als zehn Prozent auf.
Unterschiedliche Anlagekonzepte
Short-Bias: Manager der Strategie „Short-Bias“ versuchen Gewinne zu erzielen, indem sie bei Aktieninvestments insgesamt „short“ sind. Sie setzen überwiegend auf sinkende Kurse.
Managed Futures: Die Anhänger dieser Strategie investieren in Futures und Optionen auf Aktien, Anleihen, Devisen und Rohstoffen an den Terminbörsen und setzen dabei mit mathematischen Modellen auf Langfristtrends.
Emerging Markets: Hedge-Fonds versuchen durch Investments in Aktien, Bonds und Währungen von Schwellenländern Gewinne zu erzielen.
