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16.08.2007 
Kollaps eines großen Hedgefonds befürchtet

Moody's schlägt Alarm

Die Ratingagentur Moody's warnt nach Agenturinformationen vor dem Zusammenbruch eines großen Hedgefonds wegen der Krise auf dem US-Immobilienmarkt.

Die Subprime-Krise ist derzeit Thema Nummer Eins an den Börsen. Foto: apLupe

Die Subprime-Krise ist derzeit Thema Nummer Eins an den Börsen. Foto: ap

HB NEW YORK. Ein Hedgefonds-Zusammenbruch hätte nach Ansicht der Analysten von Moody's Investors Service dann weitere Marktturbulenzen zur Folge. Wenn die Investoren versuchten, ihre illiquiden Investitionen wie Collateralized Debt Obligations (CDO) abzustoßen, dann könnten Hedgefonds, die aus ihren Positionen nicht aussteigen können, Probleme haben, sagte Chris Mahoney, Vize-Chairman von Moody's, während einer Telefonkonferenz mit Investoren.

Die Folge könnte dann der Kollaps und eine Liquidierung des Fonds sein, was die Märkte stören werde. Mahoney sagte weiter, dass Risiko eines Zusammenbruchs bei einem Hedgefonds dürfte die kommenden drei bis sechs Monate bestehen. David Fanger, bei Moody's Chief Credit Officer für Financial Institutions, fügte hinzu, die Investoren sollten sich auf Wertberichtigungen bei vielen Banken einstellen. In einigen Fällen dürften diese „hoch“ sein.

Gleichwohl erklärte die Ratingagentur, die jüngste Kreditkrise stelle ein geringeres systemisches Risiko für die USA und das weltweite Finanzsystem dar. Allerdings dürften einige Institutionen unter Druck kommen.

CDOs sind Kreditderivate, die auf einem Investmentpool basieren. Dieser setzt sich aus Anleihen zusammen. Die Investmentbanken zerlegen den Pool in Tranchen mit unterschiedlichen Risiken und reichen sie an Investoren weiter. Das Wachstum solcher Derivate ist nach Einschätzung von Marktbeobachtern groß: Zwischen 2003 und 2006 hat sich das Handelsvolumen auf 503 Mrd. Dollar mehr als verfünffacht.

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