Ebenfalls recht neu ist der UBS
(Lux) Equity Sicav - Emerging Markets Innovators B. Die Schweizer Gesellschaft UBS
stellt hier einen Zusammenhang zwischen den Themenkomplexen Schwellenländer und Klimawandel her. "Die Auswirkungen des Klimawandels treffen die Schwellenländer hart", begründet Portfolio-Managerin Laura Würtenberger von UBS
Global Asset Management den Ansatz: "Die Überschwemmungen und Dürren mehren sich, in der Landwirtschaft gehen die Erträge zurück. Zudem leiden die Emerging Markets in den Industriezonen unter starker Wasserverschmutzung."
Tops und Flops: Interaktive Tabelle - Wie sich die Fonds entwickelt haben
Mit einem Anteil von 39 Prozent am Portfolio liegt der Schwerpunkt des Fonds auf dem Thema Klimawandel. Darunter fallen insbesondere Unternehmen, die im Bereich erneuerbare Energien tätig sind. "Die Politik in den Schwellenländern unterstützt zunehmend Firmen, die erneuerbare Energien fördern und sie effizient einsetzen", erklärt Würtenberger. 34 Prozent der enthaltenen Titel kommen aus dem Bereich nachhaltige Entwicklung. Hierzu zählen beispielsweise Anbieter von Bildungs- und Gesundheitsdienstleistungen, in der Mikrofinanzierung tätige Banken sowie Firmen, die einer nachhaltigen Stadtentwicklung verpflichtet sind oder überdurchschnittlich gute Arbeitsbedingungen bieten. 27 Prozent des Portfolios stellen Unternehmen aus dem Sektor Wasserversorgung und-aufbereitung.
Wasser spielt in den Umbruchzeiten eine große Rolle. Die Schweizer Gesellschaft Pictet hatte vor einiger Zeit bereits den ersten Fonds auf den Markt gebracht, der sich auf das Thema Wasser konzentriert. Der Pictet Water Fund P enthält Aktien aus dem Wasser- aber auch aus dem Luftsektor (WKN 933 349).
Klimawandel ist ein vielschichtiges Thema, das in zahlreichen Ausfächerungen in den Anlagestrategien Berücksichtigung findet. Das ganze Segment der Nachhaltigkeitsfonds hat natürlich auch mit den Folgen der globalen Erwärmung zu tun. "Bei Nachhaltigkeitsfonds gilt: genau auf den Inhalt schauen", empfiehlt Thorsten Sagmüllner, Anlageexperte beim Finanzdienstleister AWD
. Das fange schon damit an, was denn überhaupt als klimafreundlich gilt. "Der eine Anbieter bewertet zum Beispiel Kernkraft als ökologisch, da es zu keinem CO2-Ausstoß kommt." Andere Anbieter würden Kernkraftunternehmen keinesfalls im Fonds berücksichtigen, da sie die Endlagerung als unökologisch bewerten. "Hier muss der Anleger entscheiden, wie streng seine persönlichen Maßstäbe sind und auf den geeigneten Fonds zurückgreifen", sagt Sagmüllner.
