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19.04.2006 
Fondsbilanz

Schwellenländer und Nebenwerte liegen vorn

von Ingo Narat

Käufer von Investmentfonds haben im ersten Quartal des laufenden Jahres überwiegend Gewinne erzielt. In einigen Teilbereichen weist die Bilanz von 6000 Fonds sogar zweistellige Erträge aus. Die Vertreter der Favoritenfonds sind weiter zuversichtlich.

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Käufer von Investmentfonds haben im ersten Quartal des laufenden Jahres überwiegend Gewinne erzielt. In einigen Teilbereichen weist die Abrechnung sogar zweistellige Erträge aus: Die Favoriten sind Fonds für Rohstoffe, Nebenwerte und Schwellenländer. Lediglich einige Anleihesegmente sowie die vorher stark gestiegenen Fonds für japanische Nebenwerte liegen im Minus.


Die Fondsbilanz in Tabellenform

Die Auswertung der Analysefirma Feri Rating & Research berücksichtigt alle rund 6 000 in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Investmentfonds. Insgesamt 37 Anlageschwerpunkte sind einbezogen. Die Reihenfolge richtet sich nach den durchschnittlichen Wertveränderungen aller Fonds in den einzelnen Gruppen. Zur längerfristigen Orientierung dienen die angefügten Veränderungen über zwölf Monate. Darüber hinaus weist die Tabelle den jeweils ertragreichsten Fonds in seiner Anlagegruppe für das erste Quartal aus.

Die Vertreter der Favoritenfonds sind zuversichtlich. Das gilt beispielsweise für Joachim Berlenbach, Manager eines Fonds für Goldminenaktien von Craton Capital. Mit 17,7 Prozent Ertrag führt die Gruppe in der Gesamtauswertung. Berlenbachs Fonds schaffte knapp 30 Prozent Wertentwicklung. Die Gold- und die gesamten Rohstoffpreise haussieren zwar schon seit fünf Jahren, doch Berlenbach sagt: "Es sind noch relativ wenig Anlagegelder in diesen Bereich geflossen, die Analysefirma GFMS schätzt elf Mrd. Dollar für 2005."

Auffällig gut liegen auch die Nebenwerte im Rennen. Die Portfolios kleiner Aktien für Deutschland, Euro-Land und Europa rangieren mit jeweils rund 17 Prozent Ertrag auf den Plätzen zwei bis vier. "Nach fünf Jahren Überrendite gegenüber den marktbreiten Indizes werde ich zurückhaltender", sagt Guido Schickentanz, Fondsmanager bei der Bank Julius Bär. Er steuert den "Nestor Euro Tec Fonds", das ertragreichste europäische Nebenwerteportfolio. Allerdings erwartet er eine Bewegung weg von den Value- und hin zu den Wachstumstiteln, wovon der von ihm betreute Fonds profitieren sollte.

Die Fonds für Schwellenländerregionen auf den Plätzen fünf bis sieben kommen mit Erträgen um die 14 Prozent ebenfalls groß heraus. Lateinamerika, China und Osteuropa waren die Renner. Angelika Millendorfer, Leiterin des Osteuropateams bei Raiffeisen Capital Management, bleibt davon überzeugt, "dass die Osteuropamärkte die Börsen der etablierten Aktienmärkte längerfristig schlagen werden".

Die international anlegenden Emerging-Markets-Fonds sind auf dem zehnten Rang gut platziert. Michael Konstantinov, der diesen Bereich beim Dit verantwortet und auch den "Dit Bric Stars" betreut, kürt Russland und Brasilien zu seinen Favoriten: "Beide Länder haben Kurs-Gewinn-Verhältnisse von nur neun bzw. acht."

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