Für die Stiftungsmanager ändert das allerdings nichts an der Attraktivität der Finanzinvestoren. "Wir sehen Private Equity nach wie vor sehr positiv. Das Geschäftsmodell hat Zukunft, davon bin ich überzeugt", sagte Benke von der Hertie-Stiftung. "Private Equity hat ja mit der Finanzkrise direkt nichts zu tun, höchstens ein durch die Krise ausgelöster wirtschaftlicher Abschwung könnte die Beteiligungen der Finanzinvestoren treffen", bestätigte Lehmann von der Volkswagen-Stiftung diese Auffassung. Aber danach sehe es derzeit nicht aus.
Deshalb sieht Lehmann derzeit auch keinen Rückgang der Renditen bei Private Equity. Allerdings seien die Erwartungen, die die Fonds bei der Rendite geweckt hätten, schon immer viel zu hoch gewesen und niemals erreicht worden, da in der Regel niemals die gesamten zugesagten Mittel abgerufen würden, was Mindereinnahmen zur Folge habe.
Nach Daten des Branchenverbands EVCA haben die Fonds in Europa im vergangenen Jahr insgesamt 74,3 Mrd. Euro eingeworben. Über 6,2 Mrd. Euro stammten dabei aus den Kassen von Stiftungen und vermögenden Familien.
