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01.08.2007 
US-Finanzierungskrise

Subprime-Krise lässt weitere Fonds wanken

von Michael Maisch

Der Ausverkauf an den Aktienbörsen wird durch die Angst vor dem Zusammenbruch weiterer Hedge-Fonds verschärft. Die US-Investmentbank Bear Stearns musste einen dritten Hedge-Fonds einfrieren. Experten warnen davor, dass die Krise auf weitere Anlageklassen übergreifen könnte.

Foto: ap.Lupe

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DÜSSELDORF. Neue Hiobsbotschaften vom krisengeschüttelten US-Hypothekenmarkt haben die Anleger am Mittwoch zu massiven Aktienverkäufen veranlasst. „American Home Mortgage steht kurz vor der Pleite. Das löst Panik aus“, sagte ein Händler. Die zehntgrößte US-Hypothekenbank hatte in der Nacht mitgeteilt, dass sie ihre Gläubiger nicht mehr bedienen kann. Daraufhin sackten die Kurse an den Börsen rund um den Globus empfindlich ab.

In Frankfurt brach der Dax zur Eröffnung um bis zu 2,5 Prozent auf 7396 Punkte ein. Die Kursreaktionen fielen nach Wertung von Analysten deshalb so deutlich aus, weil die Anleger fürchten, dass die Krise am US-Immobilienmarkt auf den breiten Kreditmarkt übergreift und andere Märkte für riskantere Anlagen wie die Emerging Markets ansteckt.

Verschärft wurde der Ausverkauf an den Aktienbörsen durch die Angst vor dem Zusammenbruch weiterer Fonds. Die US-Investmentbank Bear Stearns musste einen dritten Hedge-Fonds einfrieren, am Dienstagabend musste der französische Vermögensverwalter Oddo zwei seiner Fonds schließen und die australische Bank Macquarie warnte vor hohen Verlusten bei zwei ihrer Fonds. Zuvor hatte bereits der drei Mrd. Dollar schwere US-Hedge-Fonds Sowood Capital aufgegeben. Die Schieflage zweier Bear Stearns Fonds, die sich am Markt für riskante US-Immobilien verspekuliert hatten, hatte Mitte Juni die aktuelle Krise ausgelöst.


Bildergalerie Schritt für Schritt erklärt: Wie es zur Subprime-Krise kam


Bear Stearns blockierte Rückkäufe von Investoren an dem Hedgefonds. Der Bear Stearns Asset-Backed Securities Fund hatte ein Volumen von rund 900 Mill. Dollar (660 Mill. Euro), die in Wertpapieren inklusive Hypothekenanleihen investiert waren, wie Sprecher Russell Sherman erklärte. Der Fonds habe im Juli vermutlich an Wert verloren. Marktteilnehmer nahmen die Nachricht mit Unbehagen auf. „Das sind anhaltende Faktoren, die nicht in einem Tag oder einer Woche weggehen", sagte Stratege Ira Jersey von Credit Suisse Group in New York. Die Ankündigung von Bear Stearns werde die Stimmung an den Kreditmärkten weiter trüben.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Experten warnen vor einer Abwärtsspirale

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