Geldanlage für Kinder
Schnuller, Schultüte und Sparplan

Nicht nur Liebe und Geduld, auch eine solide Finanzvorsorge gehören beim Nachwuchs heute zur Grundausstattung. Doch nicht jede Geldanlage eignet sich auf lange Sicht für die Kleinen.
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DüsseldorfKommt ein Baby zur Welt, ist oft nicht nur die Freude groß, sondern auch der Geldsegen. Großeltern, Tanten und Onkel sind schnell dabei, den Nachwuchs finanziell zu unterstützen. Und auch zum Schulanfang wandert oft Bares in die Taschen der Kleinen. Damit das Geld nicht einfach durch die Hände rinnt, sollten Eltern früh überlegen, wie sie es investieren.

„Die Geburt ist tatsächlich der beste Zeitpunkt zum Anlegen“, sagt Annabel Oelmann, Finanzexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Dann sei das Zeitfenster zum Sparen am größten und viele Verwandte wollen sich beteiligen.

Auch risikoreiche Geldanlagen wie Wertpapierfonds kommen für die Eltern dann in Frage. Allerdings: „Wer keine ruhige Nacht mehr damit verbringen kann, für den ist das die falsche Geldanlage“, so Oelmann.

Bevor das Geld für die Kleinen also aufs Konto oder in den Fond wandert, sollten sich Eltern einigen, welches Sparziel sie haben, wie viele Verluste sie in Kauf nehmen wollen und  wie schnell sie im Zweifel an das Ersparte des Kindes herankommen möchten.

Kommentare zu " Geldanlage für Kinder: Schnuller, Schultüte und Sparplan"

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  • Wir haben ein kostenloses Depotkonto fuer den Junior angelegt und nutzen einen kostenlosen (Nur DB Xtracker ETF, nur bis 2015) Sparplan auf einen Globalen Dividenden ETF und einen Emerging Market Divdenden ETF.
    Damit ist man flexibel, kann die monatliche Sparrate und den jeweiligen Fond/ETF jederzeit anpassen wie man will.

    Alles andere ist Quatsch.

    Kinder haben den gesamten Freibetrag zur Verfuegung und Zahlen damit keine Abgeltungssteuern auf die anfallenden Dividenden.
    Wenn man das Portfolio aufloest nach 15+ Jahren wird das Kind kaum mehr als den Grundfreibetrag von ca. 8000 Euro Gewinn erreichen.
    (Fuer Steuer Optimierer kann mann natuerlich auch ueber die Jahre Gewinne realisieren (dann pro jahr 8000) und zahlt dann am Ende KEINE Abgeltungssteuer)
    [Ich gehe von Kindern von Normalverdienern aus...]

    Einen Schoenen Sonntag...

    Ralph

  • Von Riestern ist in jedem Falle abzuraten. Riestern bedeutet nicht nur Steuern sparen und Rente kassieren, sondern auch jahrzehntelang Verbindlichkeiten. Das Geld fehlt dann anderswo. Ein Kind und ein junger Mensch hat noch so viel vor sich, dass es Blödsinn ist, dass er sich schon heute um seine Altersvorsorge kümmern sollte. Das Geld, was im Riestervertrag steckt, fehlt dann beispielsweise während der Ausbildungsphase. Infolgedessen benötigt man einen umso höheren Bildungskredit. Dann stottert man einen Kredit mit 5% Zinsen ab, während Geldvermögen im Riestervertrag mit 2 % verzinst versauert.

    Und ob die steuerlichen Vorteile auch noch in fünf, zehn oder zwanzig Jahren gelten, sei mal dahingestellt. In diesem Jahr hat der deutsche Fiskus all jenen eine lange Nase gemacht, die in Filmfonds investiert hatten. Jahrelang war das ein gängiges und legales Steuersparmodell. Und ohne, dass ein Gesetz geändert wurde, waren die Gewinne daraus nicht mehr steuerfrei. Und die Finanzamtsopfer durften sogar noch die Gewinne der letzten Jahre nachversteuern + Zinsen.

    Riester fällt alleine schon deshalb flach, weil es ein Steuersparmodell ist. Ein Steuersparmodell ist ein Geschäft mit dem Staat und ein Geschäft mit dem Staat ist ein Pakt mit dem Teufel, wenn nicht gar schlimmer.

  • Eine gute Rendite muss sein. Also müssen Sachwerte wie Aktien, Immobilien oder Aktienfonds her.
    Leider stehen auch hier die Positionen Ausgabeaufschlag (AA) und Verwaltungsgebühren (VG) direkt nebeneinander. Wie Aktienfreund treffend bemerkt wirkt sich ein AA i.d.R. weit weniger aus als die VG, die nicht auf den Sparbeitrag bezogen anfällt sondern auf das Fondsvolumen. Da Riesterfreund ja mit diesen Produkten sein Geld verdient, wird er sich kostenseitig nur mit den offengelegten Positionen wie Provisionen und vielleicht noch TER auskennen. Wüsste er um die massiven intern versteckten Kosten in Fondspolicen, die NICHT in den Beispielrechnungen berücksichtigt sind, könnte er als seriöser Berater diese Produkte nicht mehr guten Gewissens verkaufen. Und ein guter Teil dieser Kosten sind auch in den reinen Fonds enthalten. Da Vermittler ihre Schulungen aber von den Produktlieferanten bekommen, ist es unwahrscheinlich, dass sie bei der Entwicklung dabei waren und die wahre Konstruktion der Produkte kennen.
    Als Honorarberater befasse ich mich mit genau diesen Dingen. Man kann auch bei den heute besten Fonds nicht wissen, wie sich diese in Zukunft entwickeln. Daher macht es Sinn, bei längerfristigen Planungen auch Versicherungen, z.B. Nettotarife heranzuziehen, um dort ohne AA Fonds wechseln zu können und natürlich den Steuereffekt auszunutzen. Dieser ist oft so groß, dass die VG der Versicherer nicht so ins Gewicht fällt. Aber ist es wichtig, sich mit den Anlagekosten selbst zu befassen. Dort ist nämlich der Punkt, den man als Anleger noch beeinflussen kann. Statt normalen Fonds besser ETFs ins Portfolio nehmen, auch das haben langfristige Studien gezeigt, auf Dauer schafft es kein Fondsmanager, NACH Kosten seinen Referenzindex zu schlagen. Ein Nebeneffekt dabei, als Anleger kann man dieses Konstrukt leicht nachvollziehen, inklusive der damit verbundenen Kosten.
    Mit freundlichen Grüßen vom Bodensee
    Andreas Wöhrle

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