Andreas Dombret

Bundesbank drängt auf Umsetzung der Einlagensicherung

Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret fordert in allen EU-Staaten eine schnelle Umsetzung der Einlagensicherung für Bankguthaben. Einige Mitgliedsländer würden sich zu viel Zeit damit lassen.
Die Bundesbank fordert eine schnelle Umsetzung der Einlagensicherung. Quelle: dpa
Andreas Dombret

Die Bundesbank fordert eine schnelle Umsetzung der Einlagensicherung.

(Foto: dpa)

FrankfurtBundesbank-Vorstand Andreas Dombret fordert in allen EU-Staaten eine rasche Umsetzung der Einlagensicherung für Bankguthaben bis zu 100.000 Euro. „In Deutschland gilt die Richtlinie seit Juli 2015, aber leider eben nicht in allen Mitgliedsländern. Das sollte aber, meine ich, unbedingt der Fall sein, bevor wir über weitere Schritte reden können“, sagte Dombret dem Magazin „Focus“ laut Vorabbericht vom Freitag. Dombret ist im Bundesbank-Vorstand unter anderem für die Bankenaufsicht zuständig.

Die ungesündesten Regionen zum Leben
Platz 10: Hamburg
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Laut einer Erhebung der Bausparkasse Mainz (BKM) gehören Regionen weit von den Großstädten zu den Gegenden mit der höchsten Wohngesundheit. Doch die Studie zeigt auch, wo die Gesundheitsbelastung am höchsten ist. Dazu hat das Unternehmen Gesundheitsfaktoren in verschiedenen Postleitzahlgebieten miteinander verglichen – darunter die Feinstaub-Belastung, Grundwasser- und Lichtverschmutzung sowie Lärm und Hochwassergefahr.

Gerade so in die negative Top Ten gerutscht ist das Aushängeschild des Nordens: Hamburg. Die Hansestadt stellt zudem den Ausreißer in dem sonst regional sehr klar verteilten Ranking dar. Besonders gravierend fließt die Hochwassergefahr in die Wertung mit ein. Weiterhin befinden sich die Lichtverschmutzung und Lärmbelästigung auf einem hohen Level. Positiv: Der Stadtstaat ist quasi frei von jeglicher Bodenversauerung.

Für die Studie wurden verschiedene öffentlich zugängliche Umweltdaten zusammengefasst etwa von Umweltbundesamt, Roland-Koch-Institut oder dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie. Die Bausparkasse Mainz hat die einzelne Faktoren dann gewichtet und so ein Gesamtergebnis für die Gesundheitsqualität erstellt. Innerhalb der einzelnen Regionen können die Belastungen natürlich unterschiedlich hoch sein.

Platz 9: Duisburg
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Die positive Nachricht für Duisburg lautet der Studie zufolge: keine Hochwassergefahr. Dafür ist der Boden versauert, der Lärmpegel viel zu hoch und die Lichtverschmutzung weit über dem Normbereich.

Platz 8: Mönchengladbach
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Die Mönchengladbacher haben mit 81,8 Jahren eine durchaus hohe Lebenserwartung. Feinstaub- und Stickoxidwerte in der Luft sind ebenfalls in Ordnung. Allerdings ist das Grundwasser verschmutzt, der Boden versauert und die Hochwassergefahr gilt als hoch.

Platz 7: Halle (Saale)
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In Halle fällt die Lebenserwartung mit durchschnittlich 78,5 Jahren relativ gering aus. Während die Luftverschmutzung durch Feinstaub und Stickstoffoxid verhältnismäßig gering ausfällt, ist der Radongehalt gefährlich hoch. Bei Radon handelt sich dabei um ein Edelgas, das überall auf der Erde vorhanden ist und zur natürlichen Erdradioaktivität beiträgt. Ein erhöhter Radongehalt in der Atemluft kann zu gesundheitlichen Belastungen, insbesondere zu Erkrankungen der Lunge führen.

Platz 6: Chemnitz
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In Chemnitz findet sich der höchste Radongehalt in der Luft. Außerdem leidet die Stadt unter extrem großer Lichtverschmutzung und versauertem Boden. In Ordnung sind dafür das Grundwasser und die Feinstaubwerte.

Platz 5: Leipzig
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Die größte Gefahr besteht in Leipzig durch Lichtverschmutzung. Als Lichtverschmutzung bezeichnet man die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen wie Straßenlaternen, Leuchtreklamen oder angestrahlte Gebäude und Sehenswürdigkeiten. Ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus kann die Psyche belasten und Depressionen begünstigen. Außerdem sind in Leipzig die Werte für Radon, Grundwasserverschmutzung und Lärmbelästigung besonders kritisch.

Platz 4: Dresden
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Die Lebenserwartung in Dresden liegt mit 80,7 Jahren im guten Mittelfeld. Maximal schlechte Werte erreicht die Stadt in den Punkten Lichtverschmutzung und Bodenversauerung. Auch die Verschmutzung des Grundwassers ist viel zu hoch. Laut Trinkwasserverordnung darf der Nitratgehalt im Trinkwasser den Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter nicht überschreiten. In Dresden liegt er jedoch darüber. Grund für die Belastung der Grundwasserqualität ist vor allem der Eintrag von Stickstoff und
Dünger aus der Landwirtschaft.

Die umstrittene Einführung einer europaweiten Einlagensicherung hatten die EU-Staaten hatten unlängst auf die lange Bank geschoben. Die Beratungen dazu sollen erst dann starten, wenn es Fortschritte bei der Reduzierung der Risiken im Bankensektor der einzelnen Länder gegeben habe.

Dies fordert auch Dombret: „Statt nach einer Gemeinschaftshaftung zu rufen, sollten für diese Risiken wirksame Lösungen auf nationaler Ebene gefunden werden.“ Als Alternativen zu einer europäischen Einlagensicherung hatte Dombret unlängst die Schaffung eines Rückversicherungsfonds oder zwischenstaatliche Kreditvereinbarungen ins Spiel gebracht.

  • rtr
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