Anleihekäufe und Euro-Krise
EZB-Paket könnte größer ausfallen als gedacht

Die EZB könnte mit ihren Lockerungsprogramm die Märkte überraschen. Laut einem Zeitungsbericht übertrifft das Volumen der Staatsanleihekäufe die Erwartungen deutlich. Die Feierstimmung an der Börse währte aber nur kurz.
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Die Europäische Zentralbank bereitet offenbar ein Anleihekaufprogramm vor, das über den Erwartungen der Märkte liegt. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, hat das EZB-Direktorium ein Entwurf vorgelegt, dass Anleihekäufe von etwa 50 Milliarden Euro im Monat vorsieht und mindestens ein Jahr laufen würde.

Damit würde die Zentralbank im Rahmen ihres Kaufprogramms für Staatsanleihen mindestens 600 Milliarden Euro ausgeben. Analysten hatten mit einem Volumen von 500 Milliarden oder mehr gerechnet. Das läge am oberen Ende der Erwartungen. Am Donnerstag tritt der EZB-Rat zusammen, der über Programm entscheiden muss. Der Rat soll dann über den Einstieg in das europäische „Quantitative Easing“. Als Vorbilder dieser lockeren Geldpolitik gelten die Notenbanken in den USA und in Großbritannien.

Die Finanzmärkte reagierten sofort auf die Meldung. Der deutsche Leitindex Dax sprang deutlich in die Höhe, zeigte sich in der Folge aber bei hohem Handelsvolumen sehr volatil. Auch der Einbruch des Euro gegenüber dem Dollar war nur von kurzer Dauer.

Mit den Anleihekäufen wollen die Währungshüter gegen sinkende Preise im Euroraum kämpfen. Im Dezember fiel die jährliche Inflationsrate auf minus 0,2 Prozent – und liegt damit meilenweit weg vom EZB-Zielwert von knapp zwei Prozent.

Kommentare zu " Anleihekäufe und Euro-Krise: EZB-Paket könnte größer ausfallen als gedacht"

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  • wenn die Elite sich die Billion genehmigt haben werden, erhalten wir dann die lang ersehnte Rechnung?

  • Lieber Herr Draghi,
    Sie haben nicht verstanden, dass Zinspolitik wie ein Seil ist. Man kann damit ziehen, aber nicht schieben.
    Ebenso wird die Liquidität aus dem Ankaufprogramm nur in die Spekulationsmärkte fließen und nicht in der Realwirtschaft landen. Aber - nehmen Sie`s nicht dragisch, Herr Draghi, Sie werden`s noch lernen.

  • EZB-Paket könnte größer ausfallen als gedacht

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    Wenn der Kunde zur Hausbank geht...

    seinen Minussaldo vom Girokonto in einem Kredit umwandelt

    um dann wieder seinen Girokonto nochmals zu belasten...

    ist dann dem Kunde geholfen ???

    Wäre da nicht eher mehr Einkommen hilfreicher ?????

    Die EU und die EZB will nicht akzeptieren dass EUROPA

    Neue Werkzeuge benötigt...

    um Neue ARBEITSPLÄTZEN IN EUROPA ZU BESCHAFFEN !

    Ein Psychiater würde mit der EU die Erklärung abgeben :

    " Uneinsichtig und daher Unheilbar !!!!! "






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