Anleihenkaufprogramm
EZB kauft zum Start kräftig ein

In der ersten Woche nach dem Start des Anleihekaufprogramms schlägt die Europäische Zentralbank direkt richtig zu. Die EZB hat fast zehn Milliarden Euro in den Markt gegeben.
  • 2

FrankfurtDie europäischen Währungshüter haben in der ersten Woche ihres über eine Billion Euro schweren Anleihenkaufprogramms Titel für fast zehn Milliarden Euro erworben. Die Europäische Zentralbank (EZB) teilte am Montag in Frankfurt mit, bis zum vergangenen Freitag seien Anleihen für 9,751 Milliarden Euro gekauft worden. Die EZB hatte das Kaufprogramm vor einer Woche gestartet. Sie will nun wöchentlich über die Volumina berichten.

Die EZB will bis September 2016 pro Monat Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von 60 Milliarden Euro erwerben. Untergrenze für Staatsbonds ist dabei eine Rendite von minus 0,2 Prozent.

EZB-Präsident Mario Draghi will mit dem Programm die Kreditvergabe der Banken im Euro-Raum und damit die Konjunktur anschieben. So soll die aktuell sehr niedrige Inflation wieder nach oben getrieben werden. Das Inflationsziel der EZB liegt bei knapp unter zwei Prozent. Davon ist die Teuerung - mit minus 0,3 Prozent im Februar - meilenweit entfernt.

Maximal können 33 Prozent der ausstehenden Anleihe-Schulden eines Landes erworben werden. Zudem dürfen nur bis zu 25 Prozent eines im Umlauf befindlichen einzelnen Schuldtitels aufgekauft werden. Zugelassen sind Staatsbonds mit einer Bonitätsnote von mindestens „BBB-“. Das ist ein Tick über dem sogenannten Ramsch-Niveau, das auf große Ausfallrisiken hindeutet. Griechische sowie zyprische Staatsanleihen sind zunächst nicht Teil des Programms.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Anleihenkaufprogramm: EZB kauft zum Start kräftig ein"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Zugelassen sind Staatsbonds mit einer Bonitätsnote von mindestens „BBB-“. Das ist ein Tick über dem sogenannten Ramsch-Niveau, das auf große Ausfallrisiken hindeutet.

    Ich hoffe es ist jedem bewußt, wer zum großen Teil dafür haftet. Vom Baby bis zum Greis.
    Zukünftige Ausreden:
    Deutschland wird ohne den Euro eine sehr hohe Arbeitslosigkeit bekommen.
    Deutschland wird ohne den Euro seine Sozialsysteme ruinieren.
    Deutschland wird ohne den Euro nicht mehr wetbewerbsfägig sein.
    Deutschland wird ohne den Euro verarmen.
    etc.

    Eigentlich stellt sich für die Intelligenten schon seit geraumer Zeit die Frage:
    Welches ist das kleinere Übel?
    Es wird Tag für Tag einfacher diese Frage zu beantworten!

    Schönen Abend noch.

  • Finanzsozialismus pur! Da werden viele EZB Insider blendende Geschäfte auf eigene Rechnung machen!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%