Bank of England Britische Notenbank hält an Niedrigzins fest

Obwohl sich die Konjunktur in Großbritannien erholt, will die Bank of England die Zinsen im Keller halten. Damit ignorieren die Währungshüter die niedrige Inflationsrate. Das könnte zum Problem werden.
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Er will die Wirtschaft weiter stützen und geht dabei auch gewisse Risiken wie etwa einen Verfall des Preisniveaus ein: BoE-Chef Mark Carney. Quelle: Reuters
Die Bank of England hält an ihrer Geldpolitik fest

Er will die Wirtschaft weiter stützen und geht dabei auch gewisse Risiken wie etwa einen Verfall des Preisniveaus ein: BoE-Chef Mark Carney.

(Foto: Reuters)

LondonDie Bank von England hat die Leitzinsen trotz des kräftigen Wirtschaftswachstums auf ihrem historisch niedrigen Niveau belassen. Die Notenbank beschloss am Donnerstag in London, den Schlüsselzins für die Versorgung des Finanzsystems mit frischem Geld bei 0,5 Prozent zu halten.

Zudem wird das Anleihen-Kaufprogramm im Volumen von 375 Milliarden Pfund nicht ausgeweitet. An den Märkten wurde zuletzt erst für Anfang 2016 mit einer Zinserhöhung gerechnet. Das Treffen der Währungshüter war die letzte Zinssitzung vor den am 7. Mai anstehenden britischen Unterhauswahlen.

Die Bank of England (BoE) peilt mittelfristig eine Teuerungsrate von zwei Prozent an. Aktuell ist die Inflation davon aber meilenweit entfernt: Als Folge unter anderem des Ölpreisverfalls waren die Preise in Großbritannien zuletzt sogar erstmals seit Jahrzehnten stagniert.

Die Inflationsrate fiel im Februar auf Null Prozent, nachdem sie im Januar noch bei 0,3 Prozent gelegen hatte. BoE-Chef Mark Carney will dennoch nicht auf die niedrigen Teuerungsraten reagieren. Die Notenbank stellt sich darauf ein, dass die Preise in den nächsten Monaten sogar sinken könnten.

  • rtr
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