Bank of England lässt Zinsen auf Rekordtief

Bank of England
Britische Zinsen bleiben auf Rekordtief

Inmitten der Brexit-Vorbereitungen Großbritanniens fährt die Bank of England auf Sicht. Und ändert nichts - weder an der Höhe des Leitzinses noch am Umfang ihres Anleihen-Kaufprogrammes.
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LondonDie Bank of England hält den Umfang ihres Anleihen-Kaufprogramms am Donnerstag bei 435 Milliarden Pfund (508 Milliarden Euro) konstant und tastete zugleich den historisch niedrigen Leitzins nicht an. Die Entscheidung fiel einstimmig. Die Währungshüter hatten den Schlüsselzins im August 2016 in den Nachwehen des EU-Austrittsvotums auf 0,25 Prozent gesenkt. Die Wirtschaft hat sich jedoch als überraschend robust erwiesen, sodass die Währungshüter auf eine weitere Senkung verzichteten.

Das Pfund Sterling hat nach der Zinsentscheidung nachgegeben. Die britische Währung fiel auf ein Tagestief von knapp unter 1,26 Dollar von zuvor 1,2672 Dollar. Spekulationen auf steigende Zinsen hätten durch die Äußerungen der Zentralbank einen Dämpfer erhalten, sagten Marktteilnehmer. Insgesamt macht der Notenbankrat nicht den Eindruck, als wäre er bereit für Änderungen der geldpolitischen Linie“, sagte Investec-Ökonom Philip Shaw.

Die Wachstumsprognosen für 2017 hoben die Währungshüter an. Zudem rechnen sie damit, dass die Inflation binnen Jahresfrist auf 2,72 Prozent ansteigen und im zweiten Quartal 2018 mit 2,75 Prozent ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen wird. Damit wäre der Preisauftrieb weit stärker als von der Notenbank erwünscht. Seit dem Brexit-Referendum von Ende Juni 2016 ist das Pfund auf Talfahrt gegangen und hat über teurere Importe - etwa bei Stahl und Öl - für einen Preisauftrieb gesorgt.

Seit dem Brexit-Referendum von Ende Juni 2016 ist das Pfund auf Talfahrt gegangen und hat über teurere Importe - etwa bei Stahl und Öl - für einen Preisauftrieb gesorgt. Die Währungshüter erwarten nun, dass die Inflation binnen Jahresfrist auf 2,72 Prozent ansteigen und im zweiten Quartal 2018 mit 2,75 Prozent ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen wird. Damit wäre der Preisauftrieb weit stärker, als von der Notenbank erwünscht. Sie peilt einen Wert von 2,0 Prozent an.

Die Brexit-Pläne der Londoner Regierung haben ihre erste Hürde im Parlament bereits genommen. Im nächsten Schritt werden die Parlamentarier das Vorhaben ab kommender Woche genauer unter die Lupe nehmen. Die Beratungen dürften bis Anfang März abgeschlossen sein, so dass Premierministerin Theresa May bis Ende März den EU-Austritt offiziell beantragen kann.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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