Benoit Coeure
EZB-Direktor warnt vor Krediten in Fremdwährung

Benoit Coeure warnt Länder, die nicht in der Währungsunion sind, den Euro zu stark zu nutzen. Starke Wechselkursschwankungen träfen besonders Haushalte und Firmen, die Kredite in Fremdwährungen aufgenommen haben.
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SarajevoEZB-Direktor Benoit Coeure hat vor den Gefahren der weit verbreiteten Nutzung des Euro in westlichen Balkanstaaten außerhalb der Währungsunion gewarnt. Bei starken Wechselkursschwankungen könne es passieren, dass Haushalte und Firmen in Fremdwährung aufgenommene Kredite „plötzlich“ nicht mehr bedienen könnten, warnte der Franzose am Freitag in seiner Rede in Sarajevo. In der in der jüngsten Vergangenheit von zahlreichen Krisen und Kriegen heimgesuchten Region auf dem westlichen Balkan ist der Euro ein weit verbreitetes Zahlungsmittel: Mehr als die Hälfte der Konten und der Kredite laufen auf Euro.

Dass Kredite in Fremdwährungen Risiken bergen, mussten in der Vergangenheit auch Bürger in anderen osteuropäischen Staaten erfahren – etwa in Polen und Ungarn. Dort waren Franken-Kredite einst gefragt wegen günstiger Zinsen. Zum Problem wurden sie, als im Zuge der Euro-Krise die Schweizer Währung deutlich an Wert gewann.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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