Bundesbank-Gold
Der Goldschatz ist zurück

Früher als geplant hat die Deutsche Bundesbank gut die Hälfte ihrer Goldreserven zurück nach Deutschland geholt. Der Rest lagert weiterhin in New York und London. Aus einer Stadt aber wurden alle Bestände abgezogen.
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FrankfurtHier ist wirklich alles Gold, was glänzt: Vor laufenden Kameras präsentiert die Bundesbank in ihrer Zentrale Barren zum Anfassen - etwa so groß wie eine Milchtüte, aber mit rund 12,5 Kilogramm so schwer, dass man sie nur mit Mühe in die Höhe bekommt.
Wichtigste Botschaft der Zentralbank: Die deutschen Goldreserven sind echt und sie sind tatsächlich vorhanden. „Wir haben jeden Barren auf Echtheit und Gewicht geprüft. Es gab keine Beanstandungen“, sagt Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Rund drei Jahre früher als geplant hat die Notenbank ihr Ziel erreicht und verwahrt nun die gut die Hälfte der 3378 Tonnen in eigenen Tresoren auf ihrem Gelände in Frankfurt.

Jahrelang rankten sich Verschwörungstheorien um den mit rund 270 000 Barren zweitgrößten Goldschatz der Welt, der aus historischen Gründen zum größten Teil im Ausland lagerte. „Wo ist das Gold der Deutschen?“ - mit seiner provokanten Frage in der „Süddeutschen Zeitung“ traf CSU-Urgestein Peter Gauweiler im Mai 2012 einen Nerv.

Ist der Milliardenschatz im Ausland sicher? Ist das Gold überhaupt vorhanden? Noch nie - so monierte der Bundesrechnungshof im Herbst 2012 - habe die Bundesbank die deutschen Goldreserven jenseits der Landesgrenzen „körperlich aufgenommen und auf Echtheit und Gewicht“ geprüft. „Holt unser Gold heim!“, forderte eine Initiative.

Seit 2013 brachte die Bundesbank Jahr für Jahr Hunderte Barren auf streng geheimen Wegen über den Atlantik und den Rhein nach Deutschland - aus den Tresoren der US-Notenbank Fed in New York und der Banque de France in Paris.

Dass das Gold, welches dem deutschen Staat gehört und von der Bundesbank verwaltet wird, über Jahrzehnte fast komplett im Ausland aufbewahrt wurde, hat eine Vorgeschichte: Ab Mitte 1951 baute die Bank deutscher Länder als Vorgängerin der Bundesbank erste Goldreserven auf. In den Wirtschaftswunderjahren nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs der deutsche Goldschatz rasant. Der florierende Export brachte der Bundesrepublik viele Dollar ein, die bei der US-Zentralbank gegen Goldforderungen eingetauscht wurden.

Während des Kalten Krieges war es gewollt, deutsches Gold „westlich des Rheins“ und weit außerhalb der Landesgrenzen zu verwahren - als möglichen Puffer für Währungskrisen. Nach der Deutschen Einheit habe sich die „geopolitische Situation“ weiter normalisiert, Deutschlands Lage sei „viel sicherer“ geworden, begründete Thiele die Verlagerung des Edelmetalls.

Und die Bundesbank setzt auf Transparenz: Auf 2400 Seiten listet sie seit Ende 2015 öffentlich einsehbar jeden einzelnen Barren auf. Um letzte Zweifler zu überzeugen, präsentiert die Bundesbank immer mal wieder Gold zum Anfassen. In ihrem Geldmuseum in Frankfurt ist ein Goldbarren eine der Hauptattraktionen.

Ideen, wie man den legendären Schatz „versilbern“ könnte, hatten Politiker immer wieder: Ab in die Rentenkasse oder als Mittel zur Finanzierung der Hilfen für die Opfer des Elbe-Hochwassers 2002. Für Schlagzeilen sorgte 1997 der damalige Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) mit seiner „Operation Goldfinger“: Deutschlands oberster Kassenwart wollte die Bundesbank dazu bringen, ihre Gold- und Devisenreserven höher zu bewerten und daraus resultierende Gewinne an den Bund auszuschütten.

Doch alle Begehrlichkeiten blieben erfolglos. Etwa vier Tonnen Gold pro Jahr bekommt der amtierende Bundesfinanzminister zum Prägen von Sammlermünzen. Ansonsten wacht die Bundesbank mit Argusaugen über den Milliardenschatz - nun auch mit direktem Zugriff im eigenen Tresor.

Ein Teil des Schatzes bleibt aber weiter in New York und London. Im Fall einer extremen Krise, wenn etwa niemand mehr bereit wäre, Euro zu akzeptieren, könnte dort Gold gegen Dollar getauscht werden. London ist der größte Handelsplatz für das Edelmetall, der US-Dollar die wichtigste internationale Reservewährung. Der Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump spielte indes keine Rolle für die Bundesbank bei der Verlagerung. „Im Verhältnis zu der US-Notenbank Fed hat sich nichts geändert“, betont Thiele.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ......ein Relikt.....aus schlechter Zeit....Mauer....DDR.....Sowjetzeit....und und und.....
    u. a. dann ab damit in die USA.....und auf die Insel.....
    ...ja und jetzt?.....wir hier?......doch stabil hier....oder?.....,mittendrin...in Europa......
    ...ringsherum "Freunde" oder?....Frankreich...Atommacht....jetzt "Bruderherz" .....oder?.....noch Vertrauen?.....Mißtrauen?.....oder was?.....
    .....ist doch das gelbe Metall......stabil.....wie das Vater unser..... im Göttlichen Glauben.....oder?.....und so soll nix (nichts) geschürt werden.....was oben erwähnt.....oder?.....
    ....nun ja.....es ist sicher auch etwas von Allem....dabei.....darum sollten wir die gebückte Haltung......in eine Stramme umwandeln..... und auf der Straße.....oder wo auch immer jedem zeigen.....nicht wahr?.....
    ....Psychologie....klares Denken.....klare Kalkulation.....klarer Blick....auf unseren Schatz.....denn man weiß ja nie.....was noch kommen und passieren kann.....
    also....richtig so.....dieser Schritt.....haben wir doch gelernt.....Unterstufe....Oberstufe.....und darüber hinaus......alle Abschlüsse mit Bravour bestanden oder?

  • @ Herbert Meier

    Vollkommen korrekt. Zürich ist als Goldhandelsplatz von ähnlicher Bedeutung wie New York. Das Gold von Frankfurt nach Zürich zu schaffen im Fall der Fälle, um es da zu verscherbeln, wäre kein Riesenaufwand.

    Ob der Dollar seine Funktion als Weltreservewährung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten uneingeschränkt behält, darf bezweifelt werden.

  • UK und USA werden sicher noch mal eine Möglichkeit finden, mit irgendwelchen Ansprüchen gegen Deutschland das Gold dort zu pfänden - wenn es denn überhaupt da ist. Also ich würde das lieber auch hierher holen. Denn wenn man es im Fall der Fälle gegen Dollars eintauschen möchte (LOL, als wenn der Dollar dann als einziger überleben würde), kann man es ja auch dann dem Ankäufer von Deutschland aus hinbringen! Aber vielleicht ist dann eh der Rubel, Yen oder Renminbi eine bessere Option. Ich glaube diese Begründung nicht.

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