China
Finanzsystem verfügt über ausreichend Liquidität

Die chinesische Bankenaufsicht bemüht sich nach dem jüngsten Engpass auf dem chinesischen Geldmarkt um Beruhigung. Es gebe keine Liquiditätsprobleme und die Währungshüter hätten die Konjunkturentwicklung im Blick.
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ShanghaiNach dem jüngsten Engpass auf dem chinesischen Geldmarkt kommen aus der Volksrepublik weiter beruhigende Töne. Der Vorsitzende der chinesischen Bankenregulierungsbehörde, Shang Fulin, sagte am Wochenende, das Finanzsystem des Landes verfüge über ausreichend Liquidität. Auch seien Risiken, die zuletzt sowohl international als auch national Bedenken ausgelöst hätten, kontrollierbar.

So hätten die Aufseher die Befürchtung, dass sich das Wachstum der chinesischen Wirtschaft verlangsamen könnte, und die Sorge um die Verschuldung der öffentlichen Haushalte auf unterer Verwaltungsebene im Blick. Auch die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt sei unter Kontrolle.

Unlängst hatte ein Engpass auf dem chinesischen Geldmarkt die Kreditzinsen dort in die Höhe getrieben, die Aktien auf Talfahrt geschickt und weltweit für Turbulenzen an den Märkten gesorgt. Die Krise war in gewissem Sinne hausgemacht: Die Zentralbank flutete den Markt nicht länger mit Geld, um den Banken ihre Abhängigkeit drastisch vor Augen zu führen. Seit Dienstag glätteten die Währungshüter dann aber die Wogen und signalisierten, in ihrem Kampf gegen eine zu starke Kreditvergabe die Daumenschrauben nicht zu kräftig anzuziehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " China: Finanzsystem verfügt über ausreichend Liquidität"

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  • Mit ihren Dollars könnten die Chinesen ihre Kohlekraftwerke mit Filtern ausstatten; Kontrolle und Optimierungen in ihrer Landwirtschaft einführen; Umweltschutzmaßnahmen durchführen oder für eine akzeptable Gesundheitspolitik Geld in die Hand nehmen. Es gibt da noch massenhaft Bereiche die dringenden Finanzbedarf haben.

  • Man muss sich einfach mal die Frage stellen, warum die Chinesen die Dollar nicht einfach ausgeben. Die machen das nicht aus Jux und Tollerei. Die Chinesen könnten Kapital im eigenen Land gut gebrauchen. Aber wenn die Währung der Chinesen durch Dollarverkäufe steigt bzw. der Dollar fällt, dann ist China nicht mehr exportfähig.

    China hat in den letzten Jahren schlicht versäumt, den Markt frühzeitig und stärker für Ausländer zu öffnen. Dadurch sind höhere Investitionen aus dem Ausland unterblieben, die auch wieder für einen Abgang an Dollar gesorgt hätten. Im Übrigen hätten sich dann nicht die Chinesen so verschuldet wie dies jetzt der Fall ist, denn die ausländische Investoren hätten viele Investitionen getragen.

    Es könnte viele Probleme lösen, wenn die Chinesen ihren Markt jetzt wirklich öffnen würden. Hierzu gehören aber auch die rechtlichen Rahmenbedingungen und da läuft ihnen die Zeit davon.

  • Und genau das ist das Problem.

    Wenn aber die Chinesen die Dollar auf den Markt werfen würden, dann würde der Dollar ziemlich in die Grütze gehen. Es ist seit Jahren eine zu lösende Kernfrage, was die Chinesen mit den Dollarreserven sinnvoll machen könnten.

    - Sollen sie diese weiter an die USA verleihen. Wozu, die USA schmeißen doch seit Monaten selbst mit neuen Dollar herum.

    - Sollen die Chinesen im Ausland investieren. Warum sollten sie? Die Chinesen haben selbst einen gut funktionierenden Industriestandort und können von dort die ganze Welt beliefern.

    - Sollen die Chinesen Gold davon kaufen? Was bringt das volkswirtschaftlich gesehen, wenn man davon zu viel hätte. Es wäre ebenso totes Kapital wie nicht investierbare Dollar.

    Was bitte könnten die Chinesen mit den vielen Dollar machen? Ist es richtig, wenn ich schreibe, dass die Dollar der Chinesen zu einem großen Teil wertlos sind?

    Dieser Umstand alleine deutet schon darauf hin, dass es bei den USA nicht zu den undenkbaren Wegen gehört, an einen Schuldenschnitt zu denken. Denn wenn nachweisbar viele Dollar ohne wirtschaftlichen Wert im Umlauf sind, dann kann man sie gleich aus den Büchern streichen.

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