China
Zentralbank stützt Yuan offenbar mit Interventionen

Greift Chinas Zentralbank ein, um den Yuan vor der Abwertung zu schützen? Händler sind überzeugt, dass die PBOC versucht hat, Wechselkurse im In- und Ausland anzugleichen – ein ungewöhnlicher Schritt für die Notenbank.

FrankfurtHändlern zufolge hat China offenbar seine Bemühungen zur Stützung der Landeswährung Yuan ausgeweitet und damit versucht, die Wechselkurse im In- und Ausland anzunähern. Auf dem Offshore-Markt stieg der Yuan um rekordträchtige 1,2 Prozent. Es wurde spekuliert, die Zentralbank interveniere wieder, um die seit Monaten andauernden Turbulenzen an den chinesischen Finanzmärkten einzudämmen.

Die Intervention war Händlern zufolge die jüngste in einer Reihe außerordentlicher Maßnahmen der chinesischen Behörden, den Kapitalabfluss zu bremsen und den Yuan nach der Abwertung im August zu stützen. Durch Angleichung der Wechselkurse im In- und Ausland versuche China, die Spekulation auf weitere Rückgänge zu dämpfen, sagten die Händler.

Der Yuan-Kurs stieg um 9 Uhr New Yorker Zeit auf 6,3918 je Dollar. Von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen, dass es der stärkste Anstieg innerhalb eines Tages war, seit der Offshorehandel vor fünf Jahren aufgenommen wurde.

„Es gibt Gerüchte über Interventionen, die den Offshore-Yuan hochtreiben“, sagte Khoon Goh, Stratege bei Australia & New Zealand Banking Group Ltd in Singapur. „Es sieht so aus, als ob sie versuchen, die Abwertungserwartungen zu dämpfen und den Onshore-Offshore-Spread zu verringern.“ Es sei ungewöhnlich für die chinesische Zentralbank, außerhalb ihres Heimatmarkts zu intervenieren, merkte er an.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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