Der Euro im Aufwind: „Die Krise liegt hinter uns“

Der Euro im Aufwind
„Die Krise liegt hinter uns“

Mario Draghi, Chef der EZB in Frankfurt, sieht die europäische Gemeinschaftswährung im Aufwind. Dafür sei unter anderem auch die ultra-lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank mitverantwortlich.
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BerlinEZB-Präsident Mario Draghi hat bei einem Auftritt in Israel ein positives Konjunkturbild vom Euroraum gezeichnet. „Die Krise liegt hinter uns. Die Erholung der Euro-Zone ist solide und zusehends breiter hinweg über Ländergrenzen und Sektoren angelegt“, sagte der Italiener am Donnerstagabend an der Universität Tel Aviv, die ihm die Ehrendoktorwürde verlieh. Unterstützt durch die ultra-lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sei es gelungen, die Binnennachfrage zur „tragenden Säule“ des Aufschwungs zu machen, heißt es im Redetext. Auch der weltweite Konjunkturausblick helle sich auf: „Und Abwärtsrisiken werden moderater.“

Die Euro-Zone ist im ersten Quartal mehr als doppelt so schnell gewachsen wie die weltgrößte Volkswirtschaft USA. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März erneut um 0,5 Prozent zum Vorquartal. Draghi mahnte, es gelte durch Strukturreformen und ein erstarkendes Engagement für die europäische Sache Wachstum und höheren Wohlstand nachhaltig zu sichern: „Heute können wir eine steigende Welle der Energie spüren, die gemeinsames europäisches Handeln fordert.“ Die Chance auf Fortschritt sei greifbar.

Die Gruppe „Puls of Europe“ hat vielerorts Menschen mobilisiert, für Europa auf die Straße zu gehen. Der neue französische Präsident Emmanuel Macron hat zudem im Wahlkampf mit Vorschlägen zur verstärkten europäischen Integration für Aufmerksamkeit gesorgt: So brachte er unter anderem ein eigenes Budget für die Euro-Zone und einen Finanzminister für den Währungsraum ins Gespräch.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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