Die Wirtschaftsweisen „Ausstieg der EZB aus der expansiven Geldpolitik überfällig“

In der lockeren Gangart der Europäischen Zentralbank sehen die Sachverständigen ein Risiko für die Konjunktur. Sie fordern ein rasches Ende.
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Die anhaltende Niedrigzinspolitik berge Risiken für die Finanzmarktstabilität, so die Wirtschaftsweisen. Quelle: dpa
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Die anhaltende Niedrigzinspolitik berge Risiken für die Finanzmarktstabilität, so die Wirtschaftsweisen.

(Foto: dpa)

BerlinDie Wirtschaftsweisen plädieren für eine rasches Ende der lockeren EZB-Geldpolitik. „Angesichts der guten konjunkturellen Lage im Euro-Raum und der wieder höheren Inflation ist die Einleitung eines Ausstiegs der EZB aus der expansiven Geldpolitik überfällig“, erklärte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Mittwoch in seiner aktualisierten Konjunkturprognose.

Um dabei größere Verwerfungen an den Finanzmärkten zu vermeiden, sei für die Europäische Zentralbank (EZB) „die Kommunikation einer Normalisierungsstrategie von großer Bedeutung“.

Die Geldpolitik der großen Notenbanken zähle zu den Risiken für die internationale Konjunktur, betonten die fünf Ökonomen und Regierungsberater. Denn die anhaltende Niedrigzinspolitik berge Risiken für die Finanzmarktstabilität. So könnte eine überraschend schnelle Straffung vor allem der US-Geldpolitik in Reaktion auf ein stärkeres Wachstum und eine höhere Inflation „zu erheblichen Preisanpassungen an den internationalen Finanzmärkten führen“.

Die US-Notenbank Fed steht vor ihrer ersten Zinserhöhung in diesem Jahr. Fachleute erwarten, dass die Währungshüter um den neuen Fed-Chef Jerome Powell den Schlüsselsatz noch im Tagesverlauf um einen Viertelpunkt erhöhen - auf die eine Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent.

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