Direktorium erarbeitet Vorschlag
Draghi will EZB-Protokolle offen legen

EZB-Chef Draghi hat sich in die Debatte um eine Veröffentlichung der bisher geheimen EZB-Sitzungsprotokolle eingeschaltet. Er spricht sich für mehr Transparenz aus. Das EZB-Direktorium will einen Vorschlag vorlegen.
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MünchenMario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), spricht sich dafür aus, die bislang geheimen Protokolle der EZB-Ratssitzungen zu veröffentlichen: „Ich halte das für einen notwendigen nächsten Schritt. Daher wird das EZB-Direktorium dem EZB-Rat einen entsprechenden Vorschlag zur Diskussion und Entscheidung vorlegen“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch). Bisher ist das, was die Notenbanker in ihren Ratssitzungen besprechen, strengster Geheimhaltung unterworfen. Die beiden EZB-Direktoren Jörg Asmussen und Benoit Coeure hatten vor kurzem eine Änderung dieser Regel angestoßen und angeregt, die Protokolle freizugeben.

Die Debatte über eine Veröffentlichung der EZB-Sitzungsprotokolle hatte zuletzt an Fahrt gewonnen. Bei anderen Notenbanken wie der amerikanischen Federal Reserve und der Bank von England ist es bereits gängige Praxis, dass sie ihre Protokolle nach den Sitzungen veröffentlichen. Bei der Art wie dies geschieht, sind jedoch Abstufungen möglich. Die US-Notenbank Fed veröffentlicht ihre Protokolle zum Beispiel jeweils drei Wochen nach den Sitzungen. Denkbar wäre aber auch, sie sofort zu veröffentlichen oder mit einer längeren Pause. Umstritten ist, ob auch das Abstimmungsverhalten mit protokolliert werden soll. Kritiker befürchten, dass die Sitzungen dann zu einer Art Show-Veranstaltung verkommen könnten.



Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Der Bursche soll mal lieber seine "Kontakte" vorstellen.

  • M.E. ein klar kalkulierter Schuss gegen die Deutsche Bundesbank, die in diesem Pokerspiel traditionell nicht mitzieht.

    Es ist an der Zeit, dass Draghi und die Politiker zur Rechenschaft gezogen werden.

    Draghi hat mit seiner Politik und Unterstützung der deutschen Abgeordneten die Altersversorgung der Deutschen in die Adria gekippt. Das war und ist Enteignung.

    Der nächste Schritt soll die Bankenunion werden. Diese soll uns auch noch das letzte Hemd nehmen.

    Nichts ist mehr von der Sicherstllung der Sparguthaben unter 100.000 Euro ist der seit heute geltenen Verordnung der EU zu lesen. Nur die Pensionen der Beamten und Politiker blieben ungeschoren.

    Kann man das noch gut heißen?

  • Das sit doch nur eine Lachnummer und soll vond en wirkichen Dingen ablenkn.
    Asmussen wurde doch schon öffentlich.
    Deutschland soll sich aus dem IWF zurück ziehen und dies wird auch kommen
    Deutschland soll platt gemacht werden und Deutsche machen da mit

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