Dormbret warnt

Bundesbank prognostiziert Geldhäusern heißen Sommer

Niedrigzinsen und die zunehmende Digitalisierung setzen den Kreditinstituten nicht nur in Deutschland zu. Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret spricht deshalb eine Warnung aus. Er sieht Handlungsbedarf.
Der Bundesbank-Vorstand sagt den deutschen Geldhäusern einen heißen Sommer voraus. Quelle: Reuters
Andreas Dombret

Der Bundesbank-Vorstand sagt den deutschen Geldhäusern einen heißen Sommer voraus.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDie Bundesbank hat Geldhäuser dazu aufgerufen, ihre Geschäfte wegen des Niedrigzinsumfelds und der zunehmenden Digitalisierung anzupassen. Es sei höchst bedenklich, wenn Institute erst dann aktiv würden, wenn ihr Winterspeck abgeschmolzen sei und sich ihre Ertragslage verschlechtere, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret am Montag in Wiesbaden. „Deswegen steht nicht wenigen Instituten ein heißer Sommer, in dem sie zukunftsfähige Geschäftsmodelle einführen müssen, unmittelbar bevor.“ Dombret ist bei der Bundesbank unter anderem für die Bankenaufsicht zuständig.

Die Zinsen im Euro-Raum liegen schon seit längerem auf historisch niedrigen Niveaus. Das schmälert vor allem die Gewinne der Geldhäuser, die sehr stark vom Zinsgeschäft abhängig sind. „Die strukturellen Probleme der deutschen Banken gelten gewiss auch für den europäischen Bankensektor insgesamt“, sagte Dombret. Ein „chronisches Profitabilitätsproblem“ in der Branche sei auch ein Stabilitätsrisiko.

Der Bunker der Bundesbank
Bundesbank-Bunker
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Von 1964 bis 1988 galt der Bundesbank-Bunker als Staatsgeheimnis. Hier lagerte die Notenbank 15 Milliarden D-Mark einer Ersatzwährung. Seit Mitte März sind die Räume für Besuchergruppen zugänglich.

Notfall-Geldscheine
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Die Notfall-Währung sollte als Schutz vor einem Szenario dienen, bei dem die Volkswirtschaft von gegnerischen Mächten mit Falschgeld untergraben worden wäre. Schon Ende der 1980er-Jahre waren die großen Geldvorräte geschreddert worden.

Besitzer des Bunkers
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Der Bunker gehört mittlerweile Petra und Manfred Reuter. Er ist jetzt eine Touristen-Attraktion.

In einem Wohnviertel in Cochem
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Der Eingang über der Erde war als Schulungszentrum für Bundesbank-Mitarbeiter getarnt.

Geldsäcke
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Ein Museumsführer zeigt einige der Säcke, in denen die Scheine gelagert worden waren.

Lagerstätte
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Die Räume liegen 30 Meter unter der Erde, der Betonbunker hat eine Fläche von 1500 Quadratmetern und verfügt über 300 Meter Tunnel.

Notfall-Telefone
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Der Bunker war so ausgelegt, dass er seine eigenen Energie erzeugen konnte.

  • rtr
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