Draghi im Liveblog „Wir bereiten weitere Maßnahmen vor“

EZB-Chef Draghi stellt die nächste Geldspritze in Aussicht und versetzt die Märkte in Euphorie. Der Dax geht steil – und der Euro fällt auf den Tiefststand seit August 2012. Das Wichtigste aus Draghis Statement.
Update: 06.11.2014 - 15:44 Uhr 10 Kommentare
Monatliche Sprechstunde: EZB-Chef Draghi stellt sich den Fragen der Journalisten. Was sagt er zur Kritik an seinem Führungsstil? Quelle: Reuters

Monatliche Sprechstunde: EZB-Chef Draghi stellt sich den Fragen der Journalisten. Was sagt er zur Kritik an seinem Führungsstil?

(Foto: Reuters)

Am Dienstag sorgte ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über eine „Palastrevolution“ in der EZB für Aufsehen. Demnach soll es massive Konflikte im EZB-Rat geben. Ein langjähriges Ratsmitglied, das nicht namentlich genannt werden will, soll sich über Draghis Führungsstil beschwert haben. Was sagt Draghi zu den Vorwürfen? Draghis Pressekonferenz zum Nachlesen. 

 

+++ „Unsere Bilanz wird wachsen“ +++

Die wichtigste Botschaft hinsichtlich der geldpolitischen Lockerung ist laut Draghi: „Unsere Bilanzsumme wird wachsen – und die anderer Zentralbanken wird sinken.“

+++ „Es gibt kein Nord-Süd-Gefälle“+++

Laut Draghi gibt es im EZB-Rat kein Gefälle zwischen den Positionen der Vertreter aus den Nord- und den Südländern.

+++ Draghi: Kein Streit im EZB-Rat +++
Draghi weist Kritik an seinem Führungsstil und Unstimmigkeiten im Rat der Notenbank zurück. Es ist normal, dass man unterschiedlicher Meinung sein kann. Das passiert überall. Er verwies dabei auf die Debatten über den richtigen geldpolitischen Kurs etwa in den USA, Großbritannien und Japan in den zurückliegenden Jahren. Dass der EZB-Rat gemeinsam hinter der Geldpolitik stehe, zeige sich daran, dass alle 24 darin vertretenen Zentralbanker das von ihm während der Pressekonferenz verlesene Eingangsstatement abgezeichnet und damit genehmigt hätten.

+++ Dax zieht an +++

Draghis Äußerungen zu möglichen weiteren geldpolitischen Maßnahmen wecken Phantasie an der Börse. Der Dax liegt fast ein Prozent im Plus.

+++EZB prüft zusätzliche Maßnahmen +++

Laut Draghi prüft die EZB vorsorglich weitere geldpolitische Maßnahmen. Der Rat habe den Stab der Notenbank mit dem Auftrag betraut, die Umsetzung weiterer, notfalls nötiger Maßnahmen rechtzeitig vorzubereiten, sagte EZB-Chef Mario Draghi. Das Gremium sei sich einig in der Verpflichtung, bei Bedarf weitere unkonventionelle Maßnahmen zu ergreifen. Dazu könnte nach früheren Äußerungen Draghis auch der massenhafte Ankauf von Staatsanleihen zählen.

+++ Euro bricht ein +++

Der Euro-Kurs knickt auf fast 1,24 Dollar ein.

+++Draghi bekräftigt Ausweitung der Bilanzsumme +++

EZB-Chef Draghi bekräftigt das Ziel, die Bilanzsumme der EZB auf das Niveau von Anfang 2012 auszuweiten.

Im Vorfeld Kritik an Draghis Führungsstil
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10 Kommentare zu "Draghi im Liveblog: „Wir bereiten weitere Maßnahmen vor“"

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  • Auf Draghi wartet der Galgen! Diese Ausgeburt ist unerträglich.

  • Wenn man sich das Bild (#ECB Interest Rates announced. No change - obviously. It's all about the press conference... Super Mario #Draghi pic.twitter.com/VmSW9C9ZGp)

    ansieht, heißt Carl Icahn Jr. alias Leonhard Fisher alias Flash Gordon auf Twitter wohl TopTradr.... :-DDD

  • Die EZB läuft seit 2007 auf Dauernotbetrieb.
    Ohne die Maßnahmen à la ELA, LTRO, Target II, OMT, SMP, STEP und Dauerniedrigstzinsen wäre die Eurozone schon vor Jahren unkontrolliert kollabiert.

    Selbst der EFSF, EFSM und ESM haben nur eine temporäre Entlastung gebracht, die Südzone steckt in der Wettbewerbs- und Überschuldungsfalle des Euro.
    Der Aufprall steht kurz bevor.

    Der hohe Lebensstandard in der €-zone wurde nicht erarbeitet, sondern nur mit einer gigantischen Schuldenwirtschaft erkauft, auf Kosten zukünftiger Generationen. Mit gigantischen Rettungsaktionen haben sie in den letzten Jahren versucht das Ende hinauszuzögern, die Schuldenkrise mit noch mehr Schulden bekämpft.

    Ohne die EZB bricht aber das Kartenhaus Euro endgültig zusammen. Der freie Fall wird demnächst in einem sehr schmerzhaftem Aufprall enden.

    Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Systemmedien nichts über das Geldmonopol bzw. Schuldgeldsystem der internationalen Bankster?

    Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Netz nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann", "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" oder "Goldschmied Fabian" suchen.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/10/16/enteignung-der-sparer-der-euro-ist-laengst-eine-heimliche-waehrungsreform/



  • .. "wir bereiten weitere Maßnahmen vor" .....

    Schreibt jetzt so ein umzingelter Euro-Festungskommandant das Drehbuch oder Blackrock-Goldman-Ideengeber ?

    Daß man mit so einfache Maßnahmen hochverschuldete Staaten bzw. eine verglobalisierte Industrie sich retten kann , grenzt an ein Wunder. Wieso kam frueher niemand auf solch intalienisch-kalabriche Nächte ?.

    Viel Spaß im neuen/alten Währungskrieg. Bald fliegt das Euro-Karnevals-Depot uns allen um Ohren und Pappnasen.

  • >> „Wir bereiten weitere Maßnahmen vor“ >>


    An der Massnahme, den Spaltpilz € wieder abzuschaffen, kommt keiner vorbei !

    Die kosmetischen Geplänkeln kaufen nur etwas Zeit und machen den zwangsläufigen Abschied von dieser künstlichen Missgeburt nur schmerzhafter.

  • Wenn, dann im Auftrag von Murksel und den anderen Dieben.

  • Wurde eigentlich schon einmal der Gedanke geprüft, dass Mario Draghi schlicht ein ganz einfacher Ganove, ein Hauptmann von Köpenick ist?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • "EZB belässt Leitzins auf Rekordtief"

    Hihi, was soll die EZB denn sonst tun? Wenn die Zinsen nur um 0.05 Prozentpunkte erhöht werden, fällt Draghis Schneeballsystem in sich zusammen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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