Ela-Kredite EZB senkt Obergrenze für Hilfen an griechische Banken

Vielgescholten wurde die Europäische Zentralbank für die großzügigen Ela-Kredite, die sie griechischen Banken gewährte. Das scheint vorbei: Weil sich die Situation normalisiert, können die Hilfen zurückgefahren werden.
Obwohl Ela-Kredite teurer sind als die direkte Geldversorgung über die EZB, mussten griechische Banken zuletzt vor allem den ersten Weg wählen, um an frisches Geld zu kommen. Quelle: AFP
Europäische Zentralbank

Obwohl Ela-Kredite teurer sind als die direkte Geldversorgung über die EZB, mussten griechische Banken zuletzt vor allem den ersten Weg wählen, um an frisches Geld zu kommen.

(Foto: AFP)

AthenDie Europäische Zentralbank (EZB) hat den Rahmen für Notfall-Hilfen an griechische Banken erneut gesenkt. Die Obergrenze für die sogenannten Ela-Kredite sei zum zweiten Mal in zwei Wochen gekappt worden, teilte EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag nach der Zinssitzung mit. Eine konkrete Zahl nannte er jedoch nicht. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters von einem Bankeninsider erfahren, dass die Grenze auf 89,1 von zuletzt 89,7 Milliarden Euro verringert worden sei. Die Bedingungen für die Institute und die Zuflüsse normalisierten sich, ergänzte er.

Ela-Hilfen werden von der griechischen Zentralbank gegen Sicherheiten vergeben. Aber über deren Ausmaß entscheidet der EZB-Rat. Ela-Kredite sind teurer als eine direkte Geldversorgung über die EZB, von der Griechenlands Banken aber seit Februar abgeschnitten sind. Daher sind die Institute auf diesen Kanal zur Liquiditätsbeschaffung angewiesen. Nach mehrwöchiger Schließung sind die Banken seit dem 20. Juli wieder geöffnet. Es gibt aber weiterhin Kapitalverkehrskontrollen und Beschränkungen bei Abhebungen.

  • rtr
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