Ende der Konjunkturspritzen
Fed beendet die Stützungskäufe

Die US-Notenbank montiert die Stützräder ab, die milliardenschweren Konjunkturspritzen werden eingestellt. Der Aktienmarkt muss ab jetzt wieder alleine fahren, die Anleihekäufe sind Geschichte. Zumindest teilweise.
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San FranciscoDas Ende einer Ära, und keiner weiß, was kommen wird. Die US-Notenbank Fed stoppt wie erwartet ihre Stützungskäufe von Anleihen am US-Bondmarkt. Die Aktienmärkte reagieren gelassen auf die Entscheidung, die von Fed-Chefin Janet Yellen langfristig angekündigt worden war.

Zunächst war die Summe der monatlichen Anleihenkäufe gesenkt worden. In 2013 hatten sie mit 85 Milliarden Dollar pro Monat ihren Höhepunkt erreicht. Ende Oktober fallen sie komplett weg. Als das Ende der Geldschwemme Mitte 2013 erstmals erörtert wurde, hatte es noch starke Verluste am Aktienmarkt gegeben.

Jetzt, mit stabilisierter Konjunktur in den USA und Aktienmärkten nahe ihren Allzeithochs, wird die Aussetzung der Hilfsmaßnahmen eher als positives Signal einer starken Wirtschaft interpretiert. Als eine wichtige Begründung für den Schritt nennt Janet Yellen eine Arbeitslosenquote von unter sechs Prozent.

Gleichzeig sei das Risiko einer zu geringen Inflation deutlich gesunken. Der Leitzins, die Fed Funds, werde „auf absehbare Zeit“ in ihrer Zielzone von null bis 0,25 Prozent bleiben, verspricht die Fed. Analysten gehen in der Mehrzahl von Mitte 2015 als Zeitpunkt für erste Zinsanhebungen aus.

Es war eine gigantische Aktion und ein Ausflug in unbekannte Regionen: Über gut fünf Jahre kaufte die Notenbank für über drei Billionen Anleihen auf und pumpte so Liquidität in die Märkte. Gleichzeitig wurde der Leitzins praktisch auf null gesetzt. Geld gab es im Sonderangebot. Es folgte eine massive Rally am Aktienmarkt. Im Gegenzug liegen die aufgekauften Papiere jetzt bei der Notenbank und blähen ihre Bilanz auf beispiellose vier Billionen Dollar auf. Die bange Frage ist jetzt, wie diese Bilanzblase marktschonend abgebaut werden kann. Das Experiment „Quantitative Easing“ ist noch nicht ganz vorbei. Lediglich die erste Phase ist abgeschlossen.

In einer Mitteilung lobte die Fed die positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft, die ihre Aktionen gebracht hätten. Kritiker sind sich da allerdings nicht so sicher, es gibt schlicht keine Anhaltspunkte oder Vergleiche, ob es ohne den Eingriff schlimmer gekommen wäre oder besser gelaufen wäre. Sie beklagen, dass die Reichen so nur noch reicher und die Armen ärmer geworden seien.

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Starke Kritik an den Fed-Maßnahmen

Kommentare zu " Ende der Konjunkturspritzen: Fed beendet die Stützungskäufe"

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  • Ein schlechter Scherz denn die verdeckten Anleihenkäufe über Belgien usw. werden weiterlaufen oder glaubt schon jemand an höhere Zinsen ?

  • Völlig ungeachtet der tatsächlichen Konjunkturentwicklung muß es aufhören mit QE und Nullzins.
    Allerdings ist dafür gesorgt, daß die gewünschten Zahlen verfügbar sind.

    Die Lage ist hingegen nicht ganz so, wie gewünscht, aber zur Neuausrichtung wird es reichen (müssen).

    Die auf recht tönernen Füßen stehende US-Wirtschaft ist immer noch finanzlastig und es werden zu wenig der Armen in Arbeit zurück geführt.

    Ob daher dem Start in die bessere Zukunft auch ein dauerhafter Flug folgen kann, ist offen, bestenfalls.

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