Eric Rosengren
Fed-Mitglied warnt vor Überhitzung der Wirtschaft

US-Notenbanker Eric Rosengren warnt vor der Überhitzung der amerikanischen Wirtschaft. Insbesondere die niedrige Arbeitslosigkeit setze die Fed unter Druck. Die Leitzinsen müssten im Notfall schnell angehoben werden.
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New YorkDie sinkende Arbeitslosigkeit in den USA könnte nach Worten des Notenbankers Eric Rosengren die Fed unter Zugzwang setzen. Sollte die Quote unter vier Prozent fallen, könnte es zu einer Überhitzung der Wirtschaft kommen und die Fed gezwungen sein, die Leitzinsen schneller als geplant anzuheben, sagte der Chef des US-Notenbank-Ablegers in Boston am Dienstag. Hintergrund sind demnach steigende Löhne, die die Inflation anheizen könnten. Im Moment liegt die Arbeitslosenquote bei 4,4 Prozent. Rosengren hat dagegen nach eigenen Worten einen Normalwert von 4,7 Prozent errechnet.

Die Fed hat seit Dezember zweimal die Zinsen erhöht. Ein Grund für die Entscheidungen war der vergleichsweise starke Arbeitsmarkt. Auch Rosengren hatte sich im vergangenen Jahr für eine Straffung der Geldpolitik ausgesprochen. In diesem Jahr ist er allerdings nicht stimmberechtigt. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Fed im Juni die Zinsen erneut erhöht.

Auch Rosengrens Kollegin Esther George warnte vor einer Überhitzung der Wirtschaft. Sie sprach sich dafür aus, mit dem Abbau des billionenschweren Anleihenportfolios der Fed noch in diesem Jahr zu beginnen. Die Zentralbank hatte die Papiere vor allem nach der Finanzkrise aufgekauft, um die Wirtschaft mit Geld zu versorgen und die Konjunktur anzukurbeln.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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