Eric Rosengren: Fed-Währungshüter will mehr Tempo bei Zinserhöhungen

Eric Rosengren
Fed-Währungshüter will mehr Tempo bei Zinserhöhungen

Der US-Währungshüter Eric Rosengren findet, dass die US-Notenbank ihre Zinsen schneller erhöhen solle. Vor Industrievertretern sagte er, dass die Geldpolitische Straffung 2017 höher als im Vorjahr ausfallen werde.
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HartfordDer US-Währungshüter Eric Rosengren hat die Notenbank Fed zu einer schnelleren Gangart bei Zinserhöhungen aufgefordert. Er erwarte, dass das Tempo bei der geldpolitischen Straffung höher als im vorigen Jahr ausfallen werde, sagte der Chef des Fed-Anlegers von Boston am Montag vor Industrie-Vertretern in Hartford im Bundesstaat Connecticut. 2016 und auch 2015 hatte die Zentralbank jeweils nur ein Mal die geldpolitischen Zügel gestrafft. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent sei nun praktisch Vollbeschäftigung erreicht, sagte Rosengren. Zugleich sei das Inflationsziel der Fed von zwei Prozent bis zum Jahresende erreichbar.

Die Fed hatte die Zinsen zuletzt im Dezember um einen Viertelprozentpunkt auf 0,5 bis 0,75 Prozent erhöht und drei weitere Schritte nach oben für 2017 in Aussicht gestellt. Sie hält im Zuge der massiven Konjunkturprogramme des künftigen US-Präsidenten Donald Trump schnellere Zinserhöhungen für möglich, wie aus den Protokollen der Zinssitzung hervorgeht. Fast alle der Fed-Führungsmitglieder waren der Auffassung, dass sich die amerikanische Konjunktur besser entwickeln könnte als bisher prognostiziert. Auch sei eine stärkere Entwicklung des Arbeitsmarkts möglich als zuletzt angenommen. Die Notenbank könne daher gezwungen sein, ihre Leitzinsen rascher anzuheben.

Ein höheres Tempo sei bei einem starken Aufschwung der Wirtschaft angebracht, sagte Rosengren. Allerdings müsse die Fed die Zinsen trotz guter Wirtschaftsaussichten voraussichtlich nicht so oft anheben wie in der Zeit der geldpolitischen Straffung zwischen 2004 und 2006. Damals habe die Notenbank bei jeder Zinssitzung einen geldpolitischen Schritt nach oben gewagt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Amerika, Du hast es gut. Zumindest was die Geldpolitik angeht. Die EZB wird auf absehbare Zeit nicht auf den Kurs der Fed einschwenken. Vielmehr ist zu befürchten, dass Draghi sich über zusätzliche Impulse für die Inflation durch einen starken Dollar eher freuen könnte. Ganz anders unsere Sparer. Sie durchleben das glatte Gegenteil von Freude. Sie stecken in der Zinsfalle. Und eine steigende Inflation verstärkt den Würgegriff auf ihr Erspartes. Das kann die Politik nicht länger kalt lassen. Auch für sie sollte die geldpolitische Geisterfahrt der EZB immer weniger hinnehmbar sein. Schäuble ist jetzt gefordert. Anstatt nominale Sparerträge zu versteuern, sollten Sparer künftig Zulagen erhalten, die wenigstens ihre realen Vermögensverluste kompensieren. Vor allem dafür sollten Steuerüberschüsse jetzt verwendet werden!

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